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23.03.2009

Die Pro-Musica-Plakette ist ein Herzenswunsch

Violau (hwe) - Schon vor mehr als 120 Jahren wurde in Violau Blasmusik gemacht, wie aus alten Dokumenten hervorgeht. Dies hat Thomas Koch, den Vorsitzenden des Musikvereins Violau, auf die Idee gebracht, die Pro-Musica-Plakette zu beantragen, eine Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland für mehr als hundert Jahre "Verdienste um die Pflege des instrumentalen Musizierens" (siehe Infokasten). Diesem Plan stimmten die Mitglieder bei der Generalversammlung im Vereinsheim Unterschöneberg zu.

Viele junge Mitglieder

Trotz einer solch langen Tradition gehören dem Verein viele junge Mitglieder an. 198 der 257 Mitglieder unterstützen den Musikverein passiv. Rund drei Viertel der insgesamt 59 aktiven Musiker im Blasorchester, in der Jugendkapelle und in Ausbildung sind unter 27 Jahre alt und gelten damit nach den Zuschussrichtlinien des Landratsamtes als "Jugendliche", wie Koch der Mitgliederversammlung mitteilte. 28 Jungmusiker haben noch nicht einmal ihren 18. Geburtstag gefeiert.

Die Bläser und Schlagzeuger aus Violau, Unterschöneberg und Neumünster waren im Jahr 2008 stark gefordert. Thomas Koch und Dirigent Peter Heinle, der seit mehr als 30 Jahren am Pult des Orchesters steht, berichteten von 48 Musikproben und 46 Auftritten - vom Geburtstagsständchen über Kirchenzug und Beerdigung bis hin zu Serenaden und Konzerten. Als großen Erfolg verbuchte Koch die "Hitparade der Blasmusik", die im vergangenen Jahr zu ersten Mal stattgefunden hatte, die beiden Serenaden in Aystetten und Altenmünster und das Weihnachtskonzert im Saal des Bruder-Klaus-Heims, Violau.

Die Pro-Musica-Plakette ist ein Herzenswunsch

Peter Heinle redete seinen Musikern ins Gewissen und ermahnte sie angesichts der anstehenden Wertungsspiele, Konzerte und Unterhaltungs-Auftritte zu regelmäßigem Probenbesuch: "Die Anforderungen an die Musiker wachsen. War es zuerst nur das Weihnachtskonzert, das man im Herbst einstudieren musste, während man im Frühling und Sommer entspannt für die Unterhaltungsmusik proben konnte, so kam vor einigen Jahren die Serenade dazu und nun noch die Hitparade der Blasmusik. Das heißt, dass der Probenbesuch besser werden sollte."

Zwei Musiker versäumten keine einzige Probe

Immerhin zwei Musiker - Jakob Dossner und Franz Bunk - haben ebenso wie Heinle selbst keine einzige Probe im Jahr 2008 versäumt. 47 Proben haben laut Heinles Statistik Vorstand Thomas Koch und Josef Seitel absolviert. Doch 17 Musiker waren gerade einmal bei 38 oder weniger Proben dabei.

Für dieses Jahr stehen bereits die Termine für die Hitparade der Blasmusik (24. Mai) und für die Serenade in Violau (4. Juli) fest. Ende April tritt die Stammkapelle bei den Wertungsspielen in Welden an.

Anfang 2010 fungiert der Verein als Gastgeber für die Generalversammlung des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes (ASM), und vom 13. bis zum 16. Mai 2010 wird das 40-jährige Bestehen des heutigen Musikvereins gefeiert.

Erfreut zeigte sich Jugendleiterin Jessica Wink darüber, dass immer mehr Kinder und Jugendliche ein Instrument erlernen. So haben im vergangenen Jahr Jonas Hörmann, Florian Hößle und Martina Brugger ihre Instrumentalausbildung an Trompete/Flügelhorn bzw. Klarinette begonnen. Sophia Litzl, Franziska und Sarah Bund sowie David Schiffelholz verstärken seit einiger Zeit die Jugendkapelle, und Tubist Ulrich Heinle wechselte im Januar von der Jugend- in die Stammkapelle.

Neben der Musik spielen auch Geselligkeit und Kameradschaft eine große Rolle im Musikverein. So besuchten die Bläser vergangenes Jahr die Instrumentenbaufirma Miraphone in Waldkraiburg und erholten sich im Oktober bei einem Hüttenwochenende in Rinnen. Die Jungmusiker verbrachten ein Wochenende bei Spiel und Spaß im Vereinsheim.

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