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Natur

14.08.2019

Die Wurzelkinder entdecken den Wald

Die Vorschul-Wurzelkinder des Montessori-Kinderhauses Wertingen lernten im Rahmen eines Spaziergangs den Wald kennen und auch schätzen.
Bild: Montessori-Elternverein Wertingen

Wertinger Montessori-Gruppe macht einen spannenden Ausflug mit einer Försterin. Was die Kleinen lernen

Die Vorschul-Wurzelkinder des Montessori-Kinderhauses Wertingen wurden von Försterin Silke Schulz-Könicke zu einem Waldspaziergang „von der Wurzel bis in die Baumkrone“ eingeladen. Nicht ohne Stolz stellte die Försterin und selbst Mama eines „Waldkindes“ fest: „Das sind echte Wald-Experten. Mit ihrem Wissen und ihrem Gespür für den Wald haben sie mich ziemlich beeindruckt.“ Zunächst wurde laut Pressemitteilung das Bewusstsein dafür geschärft, was der Wald den Menschen alles schenkt: Angefangen beim Holz und all den Dingen, die daraus gemacht werden, über die gute Luft, das saubere Wasser, den Erholungs- und Spielraum bis hin zur Heimat für unzählige Tiere und Pflanzen.

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Wie die Lebewesen des Waldes miteinander verbunden sind, durften die Wurzelkinder beim Knüpfen eines Netzes zwischen den Kindern herausfinden, die für dieses Spiel zu verschiedenen Waldwesen wurden. So spielten sie die Abenteuer einer kleinen Maus nach, die auf der Suche nach Futter einen sehr ereignisreichen und aufregenden Tag erlebt. Hungrig kam die „Waldexpedition“ schließlich am Hasenbrünnerl´ an, wo es Brezen und Würstchen gab, spendiert vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Nach der Brotzeit und einer Kletterrunde am Hang erzählte die Försterin das Märchen vom Teufel und den Eichen. Jetzt wissen die Kinder auch, warum die Eichen so tief gelappte Blätter haben. Zwischen Spielen, Brotzeit und Märchen gab es zahlreiche Fragen zu beantworten und Themen zu besprechen, bis hin zur Mykorrhiza, der Symbiose zwischen Pilzen und Bäumen, bei dem der Pilz mit dem Feinwurzelsystem des Baumes verbunden ist. Um den Kindern im Alter zwischen fünf uns sechs komplexe bio-chemische Prozesse zu erklären, setzt Silke Schulz-Könicke auf kindgerechte Zugänge: „Wir spielten nach, was alles in einem Baumstamm passiert, während der Baum ja eigentlich nur so in der Gegend herumsteht. Da wurde lautstark geschlürft, ge-huiiit und ge-hmnjamnjamnt. Und da wir uns schon einmal so weit ins Blätterdach hinauf-ge-huiiit hatten, haben wir zum Abschluss mithilfe von Spiegeln noch einen Spaziergang durch die Baumkronen unternommen und durften uns dabei wie Vögel oder Eichhörnchen fühlen.“

Ein Vormittag, an dem die Kleinen ihre Achtsamkeit schulen konnten und vielleicht den Nachhaltigkeitsgedanken in ihrem Leben gut umsetzen können. Leitgedanken, für deren Anbahnung es nie zu früh sein kann, heißt es. (pm)

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