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Haushalt

28.06.2018

Die geplanten Investitionen sind möglich

Wohin das Geld in Villenbach geht, ist genau zu überlegen. Warum sich Bürgermeister Filbrich zufrieden zeigt

Reduzierte Steuereinnahmen machen der Gemeinde Villenbach dieses Jahr zu schaffen, erklärt Kämmerer Matthias Freier in der Ratssitzung am Montag. Was daraus folgt: „Die Zuführung zum Vermögenshaushalt liegt nur bei 39000 Euro.“ Bemerkenswert ist das, weil dieser Betrag eigentlich mindestens so hoch sein sollte wie die jährliche Rate für die Kredittilgung. Die beläuft sich auf 66000 Euro. Da allerdings die Gewerbesteuereinnahmen drastisch eingebrochen sind, ist dieses Jahr kein besseres Ergebnis zu erwarten.

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2016 bekam Villenbach noch 408137 Euro von den Gewerbesteuereinnahmen. Der Ansatz 2017 lag nur noch bei 300000 Euro. Und 2018 sind gerade mal 130000 Euro angesetzt. Und der Kämmerer macht auch keine Hoffnung, dass sich das Ergebnis bis zum Jahresende noch bedeutend verbessert. Dazu kommt, dass die Schlüsselzuweisung aufgrund höherer Einnahmen zwei Jahre zuvor niedriger ausgefällt (2017: 323000 Euro; 2018: 310000 Euro) und die zu zahlende Kreisumlage aus demselben Grund steigt (2017: 530000 Euro; 2018: 570000 Euro). Zumindest der Einkommenssteueranteil hat sich erhöht, der liegt mit 620000 Euro um 95000 Euro höher als im Vorjahr.

Da kein Kredit aufgenommen wird in diesem Jahr, sinkt die Verschuldung bis zum Jahresende voraussichtlich auf 1,095 Millionen, pro Kopf sind das 890,67 Euro bei 1229 Einwohnern (2017: 1,161 Mio Euro, pro Kopf 944,38 Euro). Bei den geplanten Investitionen in den kommenden Jahren wird der Schuldenstand voraussichtlich wieder steigen.

Die geplanten Investitionen sind möglich

Trotz der engen Kalkulation zeigt sich Bürgermeister Werner Filbrich angesichts der einberechneten Investitionen zufrieden: „Die Maßnahmen, die wir in der Klausur eingeplant haben, sind drin.“ Für die Freiwilligen Feuerwehren sind 30000 Euro eingeplant – in einem der vorherigen Tagesordnungspunkte genehmigten die Räte die Neuanschaffung von Sachbedarf in Höhe von rund 10000 Euro, anschließend stand das Wengener Feuerwehrauto zur Diskussion (WZ berichtete). Der Neubau des Villenbacher Feuerwehrhauses, das am kommenden Sonntag offiziell eingeweiht wird, schlägt mit 80000 Euro zu Buche.

Um neue Baugebiete ausweisen zu können, braucht die Gemeinde voraussichtlich 450000 Euro, um Grundstücke kaufen zu können, zusätzlich 85000 Euro für den Erwerb von Tauschflächen. Die Sanierungszuschüsse für die Kirchen in Wengen und Riedsend liegen bei 48000 Euro. Für den Abriss der alten Wirtschaft in Hausen sind 60000 Euro eingeplant. Für die Gemeindeverbindungsstraße Rischgau/Sontheim stehen 35000 Euro im Plan, für die Wasserläufe am Mollenbach 32000 Euro. Hier werden die Bachpatenschaften verlängert und Bürgermeister Filbrich weist die Restvermessung an. Die Frage ist: „Wie viel Wasser geht unter der Brücke durch?“ Anschließend kann die Gemeinde den Zuschuss vom Wasserwirtschaftsamt beantragen.

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