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Buttenwiesen

09.10.2019

Diskussion um Straßenausbau in Buttenwiesen

Die Ortsdurchfahrt Oberthürheim wird saniert. Das Bild entstand im letzten Winter – inzwischen sind die Planungen für das Projekt abgeschlossen. Der Gemeinderat stimmte einer Vereinbarung mit dem Tiefbauamt am Landratsamt Dillingen zu.
Bild: Hertha Stauch

In Oberthürheim und Buttenwiesen geht es jetzt ans Eingemachte. Die Planungen liegen vor. Jetzt wurde vereinbart, wer was zu bezahlen hat

Eigentlich waren es nur Regularien, über die der Gemeinderat Buttenwiesen abstimmen sollte. Dennoch gab es unvorhergesehene Diskussionen. Es ging um den Ausbau der Ortsdurchfahrten Oberthürheim – Kreisstraße 21 – und Buttenwiesen – Staatsstraße 2027. Für beide Straßen wurden Vereinbarungen mit den Straßenbaulastträgern beschlossen, im Falle Oberthürheim mit dem Landkreis, in Buttenwiesen mit dem Staatlichen Bauamt Krumbach.

Roman Bauer, Leiter des Tiefbauamtes im Landratsamt Dillingen, stellte das geplante Projekt in Oberthürheim vor. Demnach soll die Fahrbahn von Unterthürheim bis zum Bürgerhaus Oberthürheim saniert und sechs Meter breit ausgebaut werden. In der Dorfmitte entsteht ein Dorfplatz mit Bushaltestelle, vor dem Bürgerhaus wird eine Wendeplatte gebaut. Es gibt durch das Dorf nur einen einseitigen Gehweg und auf der anderen Seite stattdessen einen Grünstreifen. Der Landkreis trägt die Kosten für die Straße zu 60 Prozent, die Gemeinde muss sich mit 40 Prozent an den nicht geförderten Kosten beteiligen. Für Gehwege, Grünstreifen und Beleuchtung muss die Gemeinde selbst aufkommen.

Entwurfsplanung liegt bereits vor

Die Entwurfsplanung für das Projekt liegt derzeit beim Zuschussgeber vor, berichtete Bauer. Die Maßnahme wird 1,07 Million Euro kosten, erklärte Bürgermeister Hans Kaltner, die Gemeinde investiere rund 800000 Euro in das Projekt, das auch die Erneuerung von Versorgungsleitungen und Bepflanzungen beinhalte. Auch Mittel aus der Dorferneuerung werden für das Projekt verwendet. Der Vereinbarung mit dem Landkreis stimmte der Gemeinderat gegen die Stimme von Gernot Hartwig zu.

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Bürgermeister Kaltner betonte, dass die Vereinbarung nur die Kostenverteilung und die Verteilung der Aufgaben regle, dass sie aber nicht aussage, wie die Straße ausgebaut und gestaltet werde. Dennoch bemängelte Gernot Hartwig, dass nicht an einen Radweg gedacht worden sei.

Für die Ortsdurchfahrt Buttenwiesen erklärte Andreas Reiser, stellvertretender Leiter des Staatlichen Bauamtes Krumbach, die Modalitäten. Hier gestaltet sich die Aufteilung ähnlich: Für die Gehwege und Seitenbereiche muss die Gemeinde aufkommen, teilweise auch für den geplanten Kreisverkehr am Stehlesberg, für Kanal- und Trinkwassersanierung sowie für Bushaltestellen und Plätze. Auch hier legte Gernot Hartwig ein Veto ein und bemängelte: „Die Bürger werden nicht entlastet“. Hartwig bezeichnete die Straßenplanung als eine „Uralt-Planung“, die nur aus Sicht des Verkehrs, nicht aber aus Sicht der Menschen gemacht worden sei, die an der Straße wohnen. Deshalb könne er der Vereinbarung nicht zustimmen. Andreas Reiser entgegnete, dass es sich um eine Staatsstraße handle, auf der der Verkehr nicht einfach verschwinden werde. Reiser: „Wir brauchen Platz, denn da werden auch große osteuropäische Laster fahren.“

Die Straße sei nur 6,50 Meter breit geplant, teilweise sogar darunter. An der Planung sei sehr lange herumgetüftelt worden: „Ziel ist es die jetzige Breite von sieben Metern zum Großteil geringer zu gestalten.“ Letztendlich stimmte der Gemeinderat gegen die Stimmen von Gernot Hartwig und Christoph Burkard für die Vereinbarung mit dem Staatlichen Bauamt.

Lesen Sie weitere Berichte über den Ausbau der Ortsdurchfahrt Buttenwiesen:

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Ganz Buttenwiesen wird zur Baustelle

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