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Wertingen

19.09.2019

„Drhoim em Zusamtal ond en dr weita Welt“

Manfred J. Nittbaur – hier in seinem Atelier mit einem Gemälde, das bei Auslandsreisen entstand – stellt im Pfaffenhofener Zehentstadel aus.

Der Wertinger Künstler Manfred J. Nittbaur zeigt seine Werke im Pfaffenhofener Zehentstadel. Dabei ist die Erinnerung an das frühe Donauried ein besonderes Kapitel.

Die Gemeinde Buttenwiesen widmet dem Wertinger Künstler Manfred J. Nittbaur eine Ausstellung, die im Rahmen einer Vernissage am Freitag, 20. September, im historischen Zehentstadel im Ortsteil Pfaffenhofen eröffnet wird. Mit der Gemeinde und speziell mit Bürgermeister Hans Kaltner verbindet Nittbaur die Liebe zum Donauried – in Kaltners Amtszimmer hängt ein großes Gemälde der Riedlandschaft aus Nittbaurs Hand.

Der 1949 geborene Nittbaur begann schon in jungen Jahren mit der künstlerischen Umsetzung der Riedlandschaft, die er als Bub noch als ursprüngliches Moorgebiet erlebte. Über die Jahre beobachtete er die Veränderungen durch die Landwirtschaft – Trockenlegung, Ackerbau, Maisbewirtschaftung – und beteiligte sich am aktiven Widerstand gegen eine industrielle oder technische Ausnutzung der Riedlandschaft. Darüber hinaus lag und liegt dem Künstler auch die Natur seiner Heimat rund um Wertingen am Herzen, ebenso wie die dörfliche und kleinstädtische Architektur.

Nittbaur sieht sich nicht nur als "Heimatkünstler"

Nittbaur ist dennoch nicht nur „Heimatkünstler“. Immer wieder trieb es ihn hinaus, ins Nachbarland Frankreich oder jüngst nach Peru. Von allen Reisen brachte er künstlerische Eindrücke mit nach Hause, stellte aber auch im Ausland aus. Kanada und Südamerika brachten ihm nach seiner Pensionierung eine reiche künstlerische Ernte. Besonders angetan hat es ihm aber immer schon Frankreich, das Land der Impressionisten, die ihm so nahe stehen und einen bestimmenden Einfluss auf seine Malerei immer noch haben.

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Nittbaur hat sich neben der Malerei auch einen Namen mit der Umsetzung religiöser Themen gemacht. Im Umkreis finden sich seine Glasarbeiten in Kapellen und Kirchen im süddeutschen Raum. Einen beachtlichen Raum in seinem künstlerischen Schaffen nehmen plastische Arbeiten ein. Sein jüngstes Werk in Wertingen steht an der Südseite der Martinskirche – die Büste des Wertinger Missionars Anton Trauner, der in Korea wirkte.

Der Wertinger Künstler präsentiert seine Werke in Pfaffenhofen

Bei der Ausstellungseröffnung im Pfaffenhofener Zehentstadel wird am Freitag Dr. Alois Epple in Nittbaurs Kunst einführen. Bürgermeister Hans Kaltner und Kulturreferent Manfred Hartl sprechen Grußworte. Für die musikalische Gestaltung des Abends sorgt ein Ensemble der Musikschule Wertingen. (wz)

Öffnungszeiten Die Ausstellung ist bis einschließlich 3. Oktober jeweils an den Wochenenden geöffnet: Freitag von 14 bis 18 Uhr, Samstag 14 bis 18 Uhr sowie Sonntag und Feiertag von 10 bis 18 Uhr. Künstlerführungen gibt es an den Sonntagen und am Feiertag jeweils um 15 Uhr.

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