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Natur

25.12.2017

Ein Anreiz zur Schwarzwildjagd

Im Bild von links Michael Eberle, Klaus Beyrer, Annett Jung, Sabine Steinmeyer, Erik Kunert Michael Siebenhütter und Geschäftsführer Eugen Bayer.
Bild: BBV

Die Angst vor der Afrikanischen Schweinepest ist groß

Von den baltischen Staaten und Osteuropa aus breitet sich die Afrikanische Schweinepest im Moment weiter aus. In der Nähe von Warschau wurde der Erreger bereits bei 40 verendeten Wildschweinen festgestellt. Was passiert, wenn das Virus der Afrikanischen Schweinepest im Landkreis Dillingen aufschlägt?

Dieser Frage ging der Bauernverband Dillingen bei seiner Infoveranstaltung für Schweinehalter und Jagdvorsteher in Finningen nach.

Dr. Sabine Steinmeyer vom Veterinäramt Dillingen hat die Nutztierhalter darüber informiert, dass das Virus für den Menschen ungefährlich ist, jedoch kann es sich über längere Zeit auch in Lebensmitteln halten. Die Schweinepest wird deshalb nicht nur durch Wildschweine weitergetragen, sondern auch durch Reisende, die aus Osteuropa Lebensmittel mitbringen.

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Für die Schweinehalter sei ein eventueller Ausbruch des Virus eine Katastrophe, da Sperrbezirke mit Tötungsanordnung und Verbringungsverbot von amtlicher Seite verfügt werden.

Dr. Michael Siebenhütter von der Bayerischen Tierseuchenkasse hat die Entschädigungsmodalitäten bei einer gesetzlich verordneten Tötungsanordnung erläutert und die Tierhalter auf die richtige Meldung ihrer Tierbestände hingewiesen.

Welche Ertragsschäden darüber hinaus für Schweinehalter bei einer Sperrung des Betriebes über mehrere Monate entstehen können, hat Erik Kunert vom BBV-Versicherungsservice München dargestellt.

Sein Rat war eindeutig: Wer das Risiko eines Ertragsschadens privat versichern will, sollte dies rasch tun. Nach einem Ausbruch des Virus wird die Versicherungswirtschaft solche Risiken nicht mehr versichern. Um zu verhindern, dass sich die Schweinepest weiter ausbreitet, muss eine intensive und konsequente Bejagung von Wildschweinen stattfinden, forderte Kreisobmann Klaus Beyrer. Die ständige Forderung des Bayerischen Bauernverbandes zur präventiven Schadensbekämpfung ist nun durch die Beschlussfassung des Bayerischen Landtages über eine Abschussprämie von 20 Euro je erlegtem Wildschwein erreicht worden, so Geschäftsführer Eugen Bayer, „das gemeinsame Ziel von Jägern, Landwirten und den Jagdgenossenschaften muss eine flächendeckende Reduzierung der Schwarzwildbestände im Landkreis Dillingen sein.“ (pm)

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