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Konzert

10.07.2018

Ein Chor mit Geschichte und Charme

Der Liederkranz agierte unter der Stabführung von Susanne Beinhofer im ausverkauften Festsaal des Wertinger Schlosses.
Bild: Margot Sylvia Ruf

Der Liederkranz Wertingen erfreut mit beliebten Weisen aus Europa und Amerika.

Der Liederkranz Wertingen hat eine lange und lebhafte Geschichte. Er gehört zu den ältesten Chören im Landkreis Dillingen. Seine treuen Anhänger füllten beim Sommerkonzert den Festsaal des Wertinger Schlosses bis zum letzten Platz. Fußball im Fernsehen und ein heißes Sommerwetter hatten die Freunde der Chormusik nicht vom Kommen abgehalten. Ein bunter Streifzug durch die Welt der Volkslieder, Schlager und Spirituals unterhielt das Publikum trefflich. Die versierte Klavierbegleitung von Kirill Kvetniy tat das Ihrige dazu, um das Konzertereignis für den Liederkranz zum Erfolg werden zu lassen.

Temperamentvoll und mit erstaunlicher Exaktheit dirigiert Susanne Beinhofer den Chor. Sie ist bei dem Wertinger Klangkörper erst seit Januar aktiv. Das Sahnehäubchen bescherte dem Abend der Beitrag des sympathischen Gerhard Schmidt. Dieser stellte wieder einmal sein außergewöhnliches Gedächtnis auf den Prüfstand. Er wartete mit allerlei Klugem aus der Lyrik von Goethe bis Brecht und mit Betrachtungen zum Thema Wasser auf, das auch das Leitmotiv des Konzertes war. Der „Meister des Auswendiglernens“ ist immer wieder ein Genuss und die Zuhörer können jeweils nicht genug von ihm bekommen.

Die Vorsitzende des Liederkranzes, Gabriele Killensberger, lud das Publikum zum Hinhören aber auch Mitsingen bei beliebten Volksweisen wie „Es klappert die Mühle“ oder „Wenn alle Brünnlein fließen“ ein. Das Auditorium machte davon vielstimmig und gerne Gebrauch.

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Das Programm des Chores war bunt gefächert. Bei Volksweisen aus Norwegen und Dalmatien, Russland und Deutschland fühlten sich die Sänger und Sängerinnen offensichtlich besonders wohl. Dabei erklang das Lied der Wolgaschlepper genauso wie das träumerische „Shenandoah“, ein beliebtes Traditional aus Amerika, das viele Chöre favorisieren. Bei Henry Mancinis „Moon River“ konnten sich die Zuhörer so richtig schön zurücklehnen und einfach nur genießen. „Deep River“, ein Black Spiritual, leitete über zu einem Volkslieder-Medley zum Mitsingen.

Nach der Pause widmete sich der Liederkranz humorvollen Variationen von Schuberts Lied „Die launige Forelle“. Da ist immer wieder gute Unterhaltung garantiert. Aber auch mit Haydns „Die Beredsamkeit“ wartete der Chor auf. Lust zum Mitschunkeln bekam das Publikum bei „Einmal am Rhein“ oder dem Ohrwurm „Wasser ist zum Waschen da“. Dass Reinhard Meys Lied „Über den Wolken“ in einem mehrstimmigen Chorsatz ebenfalls schön klingen kann, erstaunte so manchen Zuhörer. Am Ende gab es nach einem kurzweiligen und unterhaltsamen Abend viel Beifall für den Liederkranz und die Dirigentin Susanne Beinhofer sowie den Mann am Klavier, Kirill Kvetniy. Auch Gerhard Schmidt wurde mit Applaus verwöhnt.

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