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02.07.2010

Ein Mann für alle Bürger

Buttenwiesen Eines, und das hebt Reinhard Badke immer wieder heraus, will er auf jeden Fall werden: Bürgermeister von Buttenwiesen. Gerüchten und Anschuldigungen nachdem er am 1. Juni eine neue Arbeit bei einem Großunternehmen in Mertingen angenommen hatte, dass er gar nicht Bürgermeister werden wolle, kann der 42-Jährige immer noch nicht verstehen. "Ich habe doch nichts Schlimmes getan. Schließlich bin ich Vater von drei Kindern und muss auch an die Zukunft denken", sagt der in Lauterbach wohnende Badke. Sollte er zum neuen Bürgermeister gewählt werden, wird er zum Beginn der neuen Amtsperiode im Oktober die Geschäfte im Rathaus aufnehmen - dies ist schon lange mit seinem jetzigen Arbeitgeber abgesprochen.

Dann will Badke für alle Bürger da sein. "Parteipolitik spielt keine Rolle. Es geht um das Wohl der Gemeinde Buttenwiesen. Ich werde allen Menschen zuhören und sie respektieren ", stellt Badke eine seiner wichtigsten Prinzipien vor.

Klare Position bezieht Badke bei dem brennenden Thema Umgehungsstraße. Er ist für eine Umgehung für ganz Buttenwiesen und damit auch für die Teiltangente von Lauterbach. "Bisher gibt es darüber doch nur Spekulationen. Ich will den Dialog mit den Bürgern suchen, um deren Meinung darüber mit einzubringen", verspricht Badke.

Weitere Themen sind für ihn ebenso wichtig. Beispielsweise der Kontakt mit der heimischen Wirtschaft und Landwirtschaft. Dabei will er sich nicht nur um die ansässigen Großunternehmen kümmern, da viele Arbeits- und Ausbildungsplätze von den kleineren Unternehmern besetzt werden. "Viele Nachbarkommunen beneiden uns um den Standort Buttenwiesen", sagt Badke. Natürlich stehe auch das Ehrenamt, die Arbeit mit Jugendlichen und Senioren und in den vielen Vereinen, die Innerortsentwicklung in den Stadtteilen sowie die Flurordnung von Buttenwiesen bei ihm an ganz vorderer Stelle. Dabei gelte es jedoch eines zu beachten: "Ich will priorisieren. Sprich, mich zuerst kümmern, was am wichtigsten ist."

Seit vier Monaten ist Badke für seinen Wahlkampf unterwegs und hat dafür über 6000 Stunden investiert. "Es war ein emotionaler Wahlkampf, der unter den Kandidaten fair abgelaufen ist. Der Wahlkampf hat mich als Mensch geprägt und nach vorne gebracht", sagt Badke. Eine wichtige Erfahrung war, dass er aus Gesprächen mit Bürgern mehr über die Vergangenheit seiner Eltern erfahren hat, als in 42 Jahren davor: "Sie haben nicht gerne über ihre Vergangenheit gesprochen. Jetzt weiss ich mehr." (apf)

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