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München/Dillingen

23.02.2018

Ein Preis für zwei Landkreise und ein Konzept

Die strahlenden Gewinner (von links): Carina Huch (Regionalmarketing Günzburg), Yvonne Streitel (Donautal-Aktiv), Axel Egermann (Regionalmarketing Günzburg) und Lothar Kempfle (Donautal-Aktiv).
Bild: Werner Müller

„Goldenes Pedal“ vergeben. Donautal-Aktiv und Regionalmarketing Günzburg wurden in München gemeinsam geehrt.

Nur zu gerne erzählt Lothar Kempfle die Geschichte eines Mannes, der ihm völlig begeistert von einer Radl-Aktion vorschwärmte. Jedes Jahr fahre er da mit, mit vielen tausend anderen, quer durch die Region zwischen Krumbach und Wertingen. Kempf-le, Geschäftsführer von Donautal-Aktiv, wusste gleich, wovon der Mann sprach: dem jährlichen Radelspaß. Und freute sich riesig über das Lob des Mannes.

Die Region Schwäbisches Donautal hat am Freitag das Goldene Pedal 2018 gewonnen. Lothar Kempfle hat den Preis zusammen mit einem Vertreter der Regionalmarketing Günzburg auf der Reise- und Freizeitmesse in München in Empfang genommen. Es sind zwei große Premieren: Der Preis wurde zum ersten Mal ausgelobt, und beworben hat sich Donautal-Aktiv auch zum allerersten Mal. Eine Prämie gibt es dafür nicht, wohl aber ein bayernweit einzigartiges Logo: das „Goldene Pedal“. Damit kann der Verein jetzt werben, bis der Preis wieder vergeben wird – „wie nach einer Miss-Wahl“, sagt Kempfle und lacht. Die Freude darüber, dass es beim ersten Mal gleich so geklappt hat, ist groß. „Manchmal fragt man sich ja schon, wofür man das alles macht“, sagt Kempfle. Ein Preis von außen, eine bayernweite Auszeichnung, das sei eine Bestätigung der Arbeit – nicht für Donautal-Aktiv in Bächingen, sondern auch für die vielen Menschen, die sich für die verschiedenen Projekte engagieren.

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) hat zwei Preise vergeben. Das „Beste Radtourismus-Gesamtkonzept“ ging nach Bächingen. Außerdem wurde die „Beste Radtourismus-Serviceidee 2018“ gekürt. Die Konkurrenz war so groß, dass Kempfle sich zuerst gar keine Chancen ausrechnete. Doch nach der Bewerbung Ende vergangenen Jahres erfuhr er zur großen Überraschung: „Wir sind unter den ersten drei Nominierten für das beste Gesamtkonzept!“ Es folgte eine 15-minütige Präsentation vor der Jury samt einer 15-minütigen Befragung. Danach fühlte Kempfle sich siegessicher. „Ich kam heim und dachte, okay, das haben wir gewonnen.“ Das lag daran, dass die landkreisübergreifende Zusammenarbeit die Tourismusexperten schwer beeindruckt hatte. Und die Kooperation geht ja noch viel weiter, zum Teil bis hinter Heidenheim und gen Donauwörth. Weil das ohne ganz viele Menschen, die die Projekte leben, nicht gehen würde, will Kempfle den Preis mit ihnen allen noch gebührend feiern. „Nicht Donautal-Aktiv hat den Preis gewonnen, sondern die Region. Weil alle in einem Boot sind.“

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Martina Kiderle, stellvertretende Landesvorsitzende des ADFC Bayern und Tourismusbeauftragte, sagte am Freitag bei der Verleihung: „Mit dem ‚Goldenen Pedal‘ möchten wir diejenigen Akteure im Radtourismus auszeichnen, die mit innovativen und kreativen Serviceangeboten zur Spitzenposition des Freistaates beigetragen haben. Um den ersten Platz unter den Radreiseregionen zu halten, ist auch weiterhin Innovation gefragt.“

Mit dem Projekt „Qualitätsmanagement Radwegenetz Schwäbisches Donautal“ habe der Regionalentwicklungsverein eine faszinierende thematische Aufbereitung zum Erfahren der Region geschaffen, so das Urteil der Jury. Damit biete das Radwegenetz „ein bisschen mehr als die Anderen“ und beziehe Gäste und Einwohner gleichermaßen ein. (dz, pm) 

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