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Weltputzfrauentag

08.11.2012

Ein schlechtes Renommee für wichtige Leistung

Ursula Rauch (vorne) und Helene Schweyer reinigen seit vielen Jahren zuverlässig und diskret die Räume, Toiletten und Böden der Wertinger Niederlassung der Firma Schüco International, die Hygiene wird unter anderem durch farblich gekennzeichnete Putzeimer gewährleistet.
Bild: Ulrike Hauke

Eine Branche sorgt für Sauberkeit und Hygiene

Region Wertingen Heute ist Weltputzfrauentag, was Helene Schweyer aus Höchstädt und Ursula Rauch aus Geratshofen ziemlich egal ist. Sie werden auch heute – zuverlässig wie seit Jahren – in den Büros der Wertinger Niederlassung Schüco International die Schreibtische reinigen, dafür sorgen, dass sich keine Staubflusen unterm Telefon ansammeln, die Toiletten reinigen und die Böden und Flure wischen und saugen. „Da gab’s noch nie was zu beanstanden“, bestätigt die Assistentin des Niederlassungsleiters, Thea Wirth, ihre langjährige Erfahrung mit den Putzfrauen.

Dass das Gewerbe nach wie vor ein schlechtes Renommee hat, kann Manuela Götz vom Reinigungsunternehmen Zirbelnuß nicht verstehen. Sie ist Leiterin vieler Putzstellen und damit auch für die Sauberkeit bei Schüco verantwortlich. „Dafür braucht es fleißige Menschen, sie müssen vor allem auch vertrauenswürdig sein, die Internas mit denen sie in den Betrieben, Firmen und Praxen in Berührung kommen, für sich behalten“, sagt Götz. Meist seien es Frauen, die in dem Gewerbe arbeiten, doch für den Glanz von Fenstern und Fassaden würden Männer sorgen. „Wir beschäftigen Voll- und Teilzeitkräfte sowie Minijobber“, sagt Götz. Für das Unternehmen sei es selbstverständlich, nach Tarif zu bezahlen, die Objektleiterin spricht offen über die Höhe der Entlohnung: „Unser Stundenlohn beträgt 8,82 Euro, zusätzlich gibt’s Urlaubsgeld.“

Helene Schweyer kommt täglich zwei Stunden zu Schüco, Ursula Rauch erledigt in knapp vier Stunden ihr Arbeitspensum. „Die Papierkörbe leeren wir jeden Tag, dann reinigen wir die Schreibtische, anschließend die Küche, räumen Geschirr in den Spüler und putzen dann die Toiletten.“ Zusätzlich saugen und wischen die Beiden in der Woche zwei- bis dreimal Flure und Böden und einmal den Ausstellungsraum. Damit die Hygiene nicht durcheinander kommt, sind Putzeimer sowie Putzlappen und Mikrofasertücher farblich gekennzeichnet. Rot für die Toiletten und alles andere wird mit Blau gereinigt.

Deshalb fährt Helene Schweyer einen Putzwagen mit zwei Eimern in Rot und Blau durch die Büros, hat zunächst blaue Lappen, in den Toiletten rote in der Hand. „Für die großen Flächen wie im Eingangsbereich oder im Ausstellungsraum erleichtern Mobstangen das Wischen, bei den Treppen bewährt sich der gute alte Putzlappen, damit komme ich gut in die Ecken“, sagt Götz, die auch selbst Hand mit anlegt, wenn Not am Mann beziehungsweise an der Frau ist. „Im Umgang mit den Putzmitteln weisen wir unsere Leute ein“, erklärt sie. Nicht nur gut riechen sollen die Mittel, sie müssen auch ganz unterschiedliche Anforderungen erfüllen. „Außerdem sind bei uns alle Mittel biologisch abbaubar.“ Froh sei sie, wenn die Frauen einzelne Handgriffe von selbst erledigen, auch wenn sie es nicht müssten: „Zum Beispiel welke Blätter von Pflanzen entfernen, denn Botanik steht nicht im Vertrag“, sagt sie und lacht.

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