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Fairtrade in der Küche

12.02.2013

Eine Küche als Versuchslabor

Fair und ohne Fleisch: Reisbällchen mit Schafskäse an Tomatenkompott.

Zum Aschermittwoch gibt es in der Region Wertingen Reisbällchen mit Schafskäse

An manchen Samstagen wird die Küche von Ingrid Witte zum Kochlabor. Dann nämlich, wenn die Hausenerin zusammen mit Beate Bauer ausprobiert, was man so alles mit Fairtrade-Produkten zaubern kann. Beide Frauen sind in der Dillinger Fairtrade-Gruppe aktiv – und passend zum Aschermittwoch haben sie ein fleischloses Gericht kreiert: frittierte Reisbällchen mit Schafskäse an Tomatenkompott.

Ingrid Witte sagt: „Wie haben einfach mal ausprobiert. Zuerst haben wir Reis gekocht.“ Natürlich fair gehandelten – genauso wie die Linsen, die die beiden dazugaben. „Erst wollten wir nur Kugeln machen und dann im Rohr ausbacken, aber dann kamen wir auf die Idee, sie zu frittieren.“ Und darauf, die Bällchen doch noch mit ein bisschen Schafskäse. Doch der Fantasie seien keine Grenzen gesetzt, betont Ingrid Witte – auch Paprika kann sie sich gut mit den Reiskugeln vorstellen. „Wichtig sind nur das Ei und die Semmelbrösel, damit alles gut zusammenhält.“

Die Fairtrade-Produkte – etwa Reis, Linsen oder getrocknete Tomaten – haben die beiden Frauen im Dillinger Weltladen gekauft. Doch selbst bei den Discountern bekomme man Lebensmittel wie beispielsweise Kaffee aus dem fairen Handel, sagt Ingrid Witte. Aber alles habe eben auch Grenzen: „Nur Fairtrade geht nicht.“ Seit dem vergangenen Jahr ist Dillingen offiziell Fairtrade-Stadt. Das bedeutet nicht nur, dass es im Büro des Oberbürgermeisters nur noch Kaffee aus fairem Handel gibt – auch Schulen, Vereine, Institutionen und Gastronomen sollen sich an dieser Aktion beteiligen.

Bei Ingrid Witte gibt es am heutigen Aschermittwoch übrigens keine Reisbällchen, sondern traditionell Fisch. Und dann beginnt die Hausenerin mit dem Heilfasten – erst entlasten, dann nur Flüssigkeit. Zum Beispiel Tee – natürlich aus fairem Handel.

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