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Lauingen

17.09.2016

Eine Odyssee geht zu Ende

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Das Lauinger Planungsbüro Hitzler-Burdack kümmert sich um neun Doppelhaushälften. Die Eigentümer waren auf das Büro zugekommen. Erste Pläne für die Sanierung der 50er-Jahre-Häuser habe es schon Anfang der 90er-Jahre gegeben.
Bild: Sartor

Jahrelang tat sich nichts in der Lauinger Johann-Röhm-Straße. Nun sollen neun Häuser bis Ende November fertig sein. Warum sich das Vorhaben immer wieder verzögerte.

Noch liegen Putzsplitter und Dreck herum. Die Fußböden fehlen noch und die Badezimmer sind noch nicht gefliest. Aber: ein Ende der Odyssee ist in Sicht. Die Häuser in der Johann-Röhm-Straße werden endlich fertiggestellt. Hans-Peter Menger steht im Erdgeschoss eines der Häuser, dort, wo später einmal das Wohnzimmer sein soll. 2012 hatte er die Immobilie gekauft, wollte sie danach vermieten. Die Sanierung sollte zwölf Monate dauern, wurden ihm damals gesagt. Daraus wurde nichts. Denn der Bauträger ging insolvent, die Arbeiten standen still, weil zunächst die Eigentumsverhältnisse mit dem Insolvenzverwalter geregelt werden mussten. Heute, sagt Menger, sehe er die ganze Sache relativ entspannt. „Mich kann nichts mehr schocken“, sagt er und lacht. Aber natürlich sehe es bei vielen anderen Eigentümern anders aus. „Das ist ja eine finanzielle Frage.“ Denn auch die Fördermaßnahmen seien wegen des lange Stillstandes weggefallen.

Wenn er den Zustand des Hauses vor einem Jahr mit dem heutigen vergleicht, muss Menger schmunzeln. „Jetzt ist es fast fertig. Aber es war damals einfach nur ein Rohbau mit Holz und Lehm“, sagt er. „Es ist so gut wie nichts passiert. Und das, was gemacht wurde, wurde gepfuscht.“

Die Eigentümer hatten sich schließlich zusammengeschlossen und das Planungsbüro Hitzler- Burdack aus Lauingen beauftragt. Alfred Hitzler kennt die lange Geschichte des Sanierungsvorhabens. Erste Planungen habe es bereits 1994 gegeben. „Es gab mehrere Bauträger, die sich daran versucht haben“, sagt er. „Das ist wirklich eine Odyssee.“ Die soll nun bald vorbei sein.

Ende 2015 wurde das Planungsbüro beauftragt, bereits Ende November dieses Jahres sollen die neun Doppelhaushälften, für die die Planer zuständig sind, bezugsfertig sein.Darunter auch das Haus von Silke Fritton. 2013 hätte ihr Haus eigentlich fertig sein sollen. „Es ging ein bisschen was – und schließlich ging gar nichts mehr“, sagt sie. Dann der Schock: Sie sollte 90000 Euro bezahlen, weil sie eine sogenannte Drittschuldnerin sei. Erst als sie eine Insolvenznummer des Bauträgers hatte, konnte das Problem aus der Welt geschafft werden. Auch Lauingens Bürgermeister Wolfgang Schenk ist froh, dass es endlich vorwärts geht. „Wir sind oft auf die Straße angesprochen worden“, sagt er und fügt hinzu: „Wir freuen uns, dass nun ein Baufortschritt sichtbar wird und der Schandfleck beseitigt wird.“

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