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Lauterbach

28.12.2015

Eine besinnliche Winterwanderung

Anton Rathgeber leitete die Meditationen ein. Die Mitglieder des Liturgiekreises trugen vorsorglich Warnwesten, um die Gruppe im Dunkeln abzusichern.
Bild: Bunk

 Der Liturgiekreis Buttenwiesen hatte zum gemeinsamen Meditieren im Freien eingeladen.

Sternenklar ist der Nachthimmel. In Richtung Norden erkennen die etwa 30 Personen die Lichter der etwa 15 Kilometer entfernten Stadt Donauwörth. Lauterbach selbst, das nur wenige Gehminuten entfernt liegt, bleibt verborgen für all diejenigen, die sich am vergangenen Sonntagabend kurz nach Einbruch der Dunkelheit mit dem Liturgiekreis der Pfarreiengemeinschaft Buttenwiesen auf die besinnliche Winterwanderung begeben haben.

Burgi Demharter geht auf dem Weg voran. Sie trägt, wie auch die anderen Mitglieder des Liturgiekreises, sicherheitshalber eine Warnweste. Die Gruppe steht inzwischen beim Wasserreservoir auf der Straße nach Wortelstetten – dort, wo auch Station bei der Wallfahrt nach Kloster Holzen gemacht wird, wie Anton Rathgeber bemerkt. Einige halten Kerzen in den Händen, die den Weg erleuchten oder kleine Taschenlampen, aber auch eine Laterne, die dann an den Platz gestellt wird, wo früher einmal eine Bank und ein Kreuz stand. Hier ist die dritte Station, an der sie für die kurze Meditation eine Pause einlegen. „Das Licht der Weihnacht“ durchzieht die Besinnung.

An jeder Station singen die Winterwanderer miteinander ein Lied. Anschließend hören sie eine Meditation. „Wann in meinem Leben habe ich in einer schwierigen Situation Licht gesehen?“, fragt Anton Rathgeber in die Runde. Die Leute überlegen. Auch die Kinder sind ruhig und hören zu.

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Ein Gebet und noch ein Lied, dann geht es wieder zurück ins Dorf, zum Pfarrhof, wo Pfarrer Matthias Kotonski den Segen spendet.

Beim gemütlichen Beisammensein mit Glühwein, Kinderpunsch und Gebäck können sich die Wanderer, falls nötig, aufwärmen. Allerdings gab es die kalten Füße höchstens beim Beten, Singen und Nachdenken an den Stationen. Beim gemütlichen Gehen und einer netten Unterhaltung dazu wurden sie schnell wieder warm.

Startpunkt der besinnlichen Winterwanderung war die Pfarrkirche St. Stephan in Lauterbach. Schon hier hatten nur die Kerzen der Christbäume im Altarraum gebrannt und diejenigen in den Gläsern, welche für die Gläubigen zum Mitnehmen vorbereitet waren. Der Strahler beleuchtete außerdem die Krippe am linken Seitenaltar. Diese diente als Symbol der ersten Meditation. – Was kommt mir in den Sinn, wenn ich die Darstellung der Geburt Jesu anschaue? Was hat das Geschehen von damals mit mir heute zu tun, war hier die Frage.

An der zweiten Station, einem Wegkreuz in der Wortelstettener Straße, regte ein Stein zum Nachdenken an. – Welche Steine behindern mich in meinem Leben? Wer wirft mir Steine in meinen Weg? – Weihnachten ist nicht so lieblich, wie wir es uns immer wünschen und vorstellen.

Seit 25 Jahren gibt es den Liturgiekreis inzwischen. Zu ihm gehören Christine Rathgeber, Gabi Kraus, Michaela Seefried, Gerti Kapfer, Thea Meilinger, Johannes Baur und Pfarrhelferin Marlies Landherr. Im November feierte er sein Jubiläum. „Wir wollen immer etwas Besonderes machen und weil in der Adventszeit schon so viel ist, entschieden wir uns für eine besinnliche Winterwanderung“, erläuterte Anton Rathgeber die Idee. Sie fand guten Anklang und bescherte den Mitwanderern einen wahrhaft besinnlichen Abend.

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