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Binswangen

07.04.2016

Eine neue Seite in der Vereinsgeschichte

Der Vorstand des Friedens- und Heimatvereins Binswangen bedankt sich beim vorherigen Vorsitzenden Richard Mayr (Dritter von links), der die Satzungs- und Namensänderung in die Wege geleitet und damit die Auflösung des 136 Jahre alten Vereins abgewendet hatte. Neu gewählt wurden (von links) ewald Sendlinger, Manuel Gillich, Reiner Bühler, Hilde Kapfer, Erna Bühler, Erika Heindel und Manfred Urbansky.
Bild: Bühler

Der Soldatenverein Binswangen wird zum Heimatverein: Wie damit der Fortbestand gesichert wird.

Für alle Soldaten, die in den Krieg mussten, war es das Höchste, wieder in die Heimat zurück zu kommen. So sieht Richard Mayr den neuen Namen Friedens- und Heimatverein, vormals VSKV Binswangen, durchaus gerechtfertigt. Er möchte auch keinen Vergleichen mit Trachtenvereinen Raum geben. Die Veränderung war notwendig, denn unter den bisherigen Bedingungen schaffte der langjährige Vorstand es nicht, einen Nachfolger zu finden.

Mayrs klarer Standpunkt: „Der Verein ist 136 Jahre alt, jetzt muss er sich an die Zeit anpassen.“ Schon im November hatten die Mitglieder in einer außerordentlichen Generalversammlung dem zugestimmt. Kürzlich fand die Generalversammlung samt der Neuwahl und der Satzungsänderung statt. Gegenstimmen gab es keine. Als Sinnbild sieht Mayr, dass das 30. Protokollbuch fast voll ist. Mit dem neuen Buch wird auch eine neue Seite in der Vereinsgeschichte aufgeschlagen, meint er.

Neuer Vorsitzender ist nun Reiner Bühler, der in Binswangen auch Gemeinderat ist. Für ihn und seine Vorstandsmitglieder ist es wichtig, dass die Aufgaben weiterhin erfüllt werden, die der bisherige Verein durchgeführt hat. Bühler ergänzt: „Vielleicht in einigen Nuancen verändert, etwas weniger Uniformen, etwas weniger Wallfahrten, dafür etwas mehr Friedensdemos und aktiv die schlimme Erinnerung an die beiden verheerenden Weltkriege hoch halten.“

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Reiner Bühlers Stellvertreter ist Ewald Sendlinger, für die Kasse ist Erna Bühler zuständig, das Amt des Schriftführers wird von Manuel Gillich ausgeübt. Zu Beisitzern konnten Hilde Kapfer, Erika Heindel und Manfred Urbansky gewonnen werden.

Die neuen Vorstandsmitglieder freuen sich, dass Richard Mayr und seine Frau Johanna auch in Zukunft das Ehrenmal pflegen und in Ordnung halten, auch sonst wird sich Richard Mayr mit Rat und Tat einbringen. Er betont allerdings, dass er dem neuen Vorstand freie Hand lassen wird. Der bisherige Fahnenträger Alois Binswanger und Kanonier Wolfgang Rupprecht werden ihre Ämter ebenfalls weiterhin ausführen.

Wer sich wundert, dass nun Frauen im Vorstand sind, erfährt von Richard Mayr, dass dies schon vor der Satzungsänderung so war, auch im Vorstand. Dabei handelte es sich jedoch meist um Witwen von Gefallenen oder diejenigen, die als Mädchen im Sanitätsdienst oder als Krankenschwester eingesetzt waren.

Bei der Organisation des neu benannten Vereins orientiert sich Bühler an Sportvereinen. So soll es die Abteilung Frieden und die Abteilung Heimat geben, wobei die Aufgaben auf die Vorstandsmitglieder verteilt werden. Dass größere Vorhaben von allen gemeinsam geschultert werden, sieht er als selbstverständlich an. Bühler ist klar, dass die Ideen und Wünsche vielfältig sein werden, die dem Heimatverein zugetragen werden. Dabei ist es ihm aber wichtig, die Dinge zu tun, die geistig, körperlich und zeitlich geschultert werden können. „Viele Ideen wurden ja bereits im Rahmen der Vorbereitung zur Dorferneuerung entwickelt und schriftlich fixiert, nämlich in der Broschüre zur Dorferneuerung „Willkommen in Binswangen“.

Die meisten davon wurden aber nie realisiert“, betont der Vorsitzende. Welche Aufgaben in nächster Zeit angegangen werden, darüber wird sich der Vorstand in Ruhe beraten. Bühler hofft darauf, dass viele Bürger aktiv mithelfen, die Ideen umzusetzen.

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