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Pfarrabend

18.05.2015

Eine sichere Kirchenmauer für Villenbach

Die Zeit hatte gedrängt. Wie der kleine Ort versucht, optimale Lösungen zu finden und die Kosten zu senken

Die Sanierung der Villenbacher Kirchenmauer beherrschte den Pfarrabend von St. Jakobus. Die Mauerabdeckung und der Putz waren in einem derart schlimmen Zustand, dass auch aus Sicherheitsaspekte die Zeit für eine Sanierung gedrängt hatte.

„Wir hatten geplant, diese Maßnahme im Zuge der Dorferneuerung zu machen.“ Wie Kirchenpfleger Alfred Filbrich erklärte, stellte sich dies mit den möglichen Förderungen als schwierig heraus. Die kostengünstigere Möglichkeit war, dass die Kirchenstiftung zu 100 Prozent Träger der Baumaßnahme ist, 60 Prozent der Kosten wird sie ohnehin übernehmen. Das entbindet die Gemeinde allerdings nicht ganz aus ihrer Verantwortung. Die Gemeinde trägt Mitverantwortung für die Kirchenmauer, weil früher ein Friedhof um die Kirche lag.

Sowohl die Pfarrkirche als auch der Pfarrhof sind Eigentum der örtlichen Kirchenstiftung St. Jakobus. Zur Deckung der laufenden Ausgaben gebe es dafür einen jährlichen Zuschuss von der Bischöflichen Finanzkammer von rund 25000 Euro. Dazu kommen laut Kirchenpfleger Filbrich alle nicht gebundenen Kollekten sowie die Spenden und das Kirchgeld. Auch aus den Caritas Haussammlungen und dem Caritas-Opfergeld verbleibt ein Drittel für Bedürftige in der Pfarrei.

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Die Sanierung hat bereits begonnen. Lose Putzstellen wurden abgeschlagen, Dehnfugen in Beton nach- und eingearbeitet, Mauerrisse verpresst und die alte Abdeckung abgetragen. Nach einer Erneuerung des Grundputzes wurde ganzflächig ein neuer Putz aufgetragen, der im Sockelbereich speziell gegen Salz von der Straße schützt. Der Westgiebel der Pfarrkirche erhält nach Erneuerung der losen Putzstellen einen neuen Anstrich. Einige Arbeiten erledigte die Kirchenstiftung laut Filbrich in Eigenregie, in Abstimmung mit den beauftragten Firmen Reitenberger (Asbach) und Römer (Zusamaltheim). Dadurch habe man einiges an Geld sparen können. Der Kirchenpfleger hofft, dass noch viele weitere Arbeiten in Eigenleistung erledigt werden können, sodass die Kosten vor Ort möglichst gering gehalten. Filbrich denkt vor allem an die örtlichen Maurer, deren Unterstützung bereits groß war.

Aus heutiger Sicht wird für die Kirchenstiftung trotz allem ein Eigenkostenanteil von 30000 bis 50000 Euro übrig bleiben. Dieser ist laut Filbrich auch abhängig von den noch nicht zugesagten Zuschüssen vom Bezirk, dem Denkmalamt der VR Bank und der Bayerischen Landesstiftung. Von der Gemeinde, dem Landkreis und der Jagdgenossenschaft Villenbach/Hausen seien bereits Zuschüsse in Höhe von rund 20000 Euro eingegangen. Auf Spenden aus der Pfarrgemeinde hofft der Kirchenpfleger ebenfalls.

Im Anschluss entstand eine rege Diskussion über weiter ausstehende Reparaturen, Wartungen und Nachbesserungen an der Pfarrkirche. Zum Thema Caritas-Haussammlung betonte der Kirchenpfleger, dass diese zu den Grundpflichten einer Pfarrgemeinde gehöre. Damit werde ein kleiner Beitrag zur Unterstützung von bedürftigen Menschen geleistet. Er appellierte nochmals, dass sich speziell in Villenbach einige zusätzliche Sammler(innen) bereitstellen sollen. Den informativen Abend beendete Pfarrer Biju mit einem Gebet. (fil)

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