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Bildung

26.02.2015

Einführungsklasse geht in die zweite Runde

Felicitas Reichhardt, ehemalige Mittelschülerin, und Klara Käsmayr, ehemalige Realschülerin, lernen oft zusammen. „Toll, dass es diese Möglichkeit gibt“, so die Schülerinnen.
Bild: Maximiliane Reichhardt

Von der Mittleren Reife zum Abitur. Hilfe beim Übergang auf Gymnasiums-Niveau

Am vergangenen Dienstag fand im Gymnasium Wertingen ein Informationsabend zum Thema „Einführungsklasse“ statt. Hierzu klärte Bernhard Hof, Schulleiter des Wertinger Gymnasiums, über die Wesenszüge einer Einführungsklasse auf.

Das Gymnasium Wertingen bietet seit September 2014 eine Einführungsklasse an. Diese gibt Schülern mit Mittlerer Reife die Möglichkeit, am Gymnasium mit ihrer schulischen Karriere fortzufahren. Voraussetzungen für eine Aufnahme sind hierbei, abgesehen von der Mittleren Reife, eine Empfehlung der vorhergegangenen Schule und die Minderjährigkeit.

Absolventen der Mittleren Reife wiederholen durch die Einführungsklasse am Gymnasium die zehnte Klasse. In diesem Jahr haben sie die Möglichkeit, Unterrichtsstoff aufzuholen und sich an Lernmethoden des Gymnasiums zu gewöhnen. „Am Anfang war es schon eine Umstellung, da am Gymnasium mehr Eigeninitiative gefragt ist“, so die Schülerin Klara Käsmayr.

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Für die Teilnehmer der Einführungsklasse wurde ein spezieller Stundenplan erstellt. Dieser soll es ihnen erleichtern, in der Oberstufe mit dem Gymnasialstoff umzugehen. Direktor Bernhard Hof informiert:„Mathematik gilt als die größte Herausforderung für viele Schüler der Einführungsklasse. Deswegen werden sie sechs Schulstunden pro Woche in diesem Fach unterrichtet.“ Ein zusätzliches Angebot stellen die Profilstunden dar, in denen Lerninhalte intensiviert werden können.

Dabei haben Schüler der Einführungsklasse allerdings nicht mehr Wochenstunden als andere zehnte Klassen des Gymnasiums.

Eine weitere Umstellung für die Schüler stellt der Beginn einer zweiten Fremdsprache dar. Das Gymnasium Wertingen bietet hierbei für Schüler, die auf dem sprachlichen Zweig der Realschule waren, weiterführenden Französisch-Unterricht an. Für die übrigen Schüler ist dagegen der Spanisch-Unterricht Pflicht. „Da hier alle bei Null anfangen, kommt man damit gut zurecht“, so die Schülerin Felicitas Reichhardt über ihr Lieblingsfach.

Ob ein Schüler der Einführungsklasse ein ehemaliger Mittel- oder Realschüler ist, sei an den Leistungen nicht zu erkennen. Viel mehr stellten sich individuelle Unterschiede heraus. Vorteile haben allerdings Schüler, die in der Realschule den Mathematik-Zweig besucht haben, erklärt Bernhard Hof.

Doch Felicitas Reichhardt und Klara Käsmayr sind sich einig, dass die Herausforderungen machbar sind. Das merken auch die Lehrer: „Man merkt an der Atmosphäre der Klasse, wie motiviert die Schüler sind“, so Bernhard Hof.

Nach diesem Erfolg wird die Möglichkeit einer Einführungsklasse auch im kommenden Schuljahr wieder angeboten. (mr)

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