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Allmannshofen

23.06.2015

Einkaufen, essen und ratschen

Tausende Besucher kamen am Wochenende zum Johannimarkt rund um Kloster Holzen.
Bild: Foto: Steffi Brand

Beim Johannimarkt in Holzen geht es nicht nur um das Bummeln. Dieser Jahrmarkt ist für viele Besucher ein ganz besonderer Treffpunkt

 Bereits beim Blick auf die Auffahrt zu Kloster Holzen und den ausgewiesenen Parkplatz wird klar: Die treuen Fans des Johannimarktes auf Kloster Holzen lassen sich nicht durch ein paar graue Wolken abschrecken, die über dem ehemaligen Benediktinerkloster am Wochenende hingen. Dem bunten Jahrmarkttreiben tat dies keinen Abbruch. Eingehüllt in warme Regenjacken zogen die Besucher durch das Marktgelände und genossen die kulinarischen Angebote, die Schnäppchen und die Möglichkeit, Bekannte zu treffen. Da zogen Alt und Jung gleichermaßen über den Markt.

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Agnes Hazijenko ist noch eine vergleichsweise neue Marktbesucherin. Erst zum zweiten Mal besucht die Frau aus Stettenhofen den Johannimarkt bei Kloster Holzen. Ihr geht es dabei aber gar nicht so sehr um das Einkaufen. „Schließlich ist mein Hausstand schon seit vielen Jahren komplett“, erklärt sie und schlendert mit ihrem Lebensgefährten weiter, um ihre Schwiegertochter zu suchen, die sie auf dem Johannimarkt treffen will. Dass sie durchaus auch zum Shoppen auf den Johannimarkt kommt, verrät die 18-jährige Carina Schmid aus Wortelstetten und auch der 21-jährige Tobias Riemer aus Buttenwiesen erklärt: „Ich habe zwei Nackenrollen gekauft – die gab es im Doppelpack günstiger.“ Doch natürlich lockt auch das Essen auf den Johannimarkt. Schließlich werden die typischen Jahrmarkt-Klassiker von Bratwürsten und Pommes bis hin zu Fischsemmel und Steckerlfisch angeboten.

Zur Nachspeise dürfen glasierte Schokofrüchte, gebrannte Mandeln und Popcorn nicht fehlen. Für Christian Niesel steht allerdings auch die Tradition im Fokus. Seine Familie stammt aus Allmannshofen und obgleich der 19-Jährige heute in Biberbach lebt, ist ein Besuch des Johannimarktes traditionsgemäß Pflicht.

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Auch Marktbesucher Hubert Wöger erinnert sich an vergangene Zeiten: „Als meine Schwester und ich klein waren, kamen wir mit unseren Eltern zum Johannimarkt.“ Heute wacht der Buttenwiesener selbst über den Kinderwagen, freut sich, seine Schwester mit ihrer Familie am Spielzeugwarenstand zu sehen und auch seine Eltern, die nun Großeltern sind, sind dabei. Hubert Wöger schätzt das große Angebot auf dem Markt und freut sich auf den Steckerlfisch. Seine Schwester, Martina Bobinger, erklärt, warum der Markt bei Alt und Jung so beliebt ist: „Es wird für jeden etwas geboten – vom Spielzeug für die Kleinen bis zu den Hosenträgern für den Opa.“ Nischenprodukte sind der eine Grund, auf den Johannimarkt nach Kloster Holzen zu gehen. Die Geselligkeit ein weiterer Faktor.

Sonntags sei der Markt traditionell rappelvoll, beschreibt Martina Bobinger. Nur leider fehle das passende Biergartenwetter und es gäbe zahlreiche weitere Veranstaltungen, die zeitgleich dieses Wochenende stattfinden.

Vielleicht ist das der Grund, warum die Besucher des Johannimarktes es am Samstag sichtlich genossen, nicht von Menschenmassen getrieben zu werden, sondern in Ruhe an Kleidungsständern stöbern zu können – oder einen gemütlichen Plausch mit alten Bekannten zu führen, denn die Worte „schön dich zu sehen, wir haben uns ja schon ewig nicht mehr gesehen“ werden beim Johannimarkt wohl so oft in den Mund genommen wie selten zu einer anderen Gelegenheit.

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