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Wertingen

24.10.2020

Eisessen bei Maskenpflicht – wie soll das in Wertingen gehen?

Auf dem Wertinger Marktplatz gilt mittlerweile Maskenpflicht. Das bedeutet auch, dass hier kein Eis mehr gegessen werden darf.

Plus Die neuen Corona-Regeln für den Marktplatz in Wertingen und die Auswirkungen auf die Naschkatzen

Seit der Landkreis Dillingen am Donnerstag den Sieben-Tage-Inzidenzwert von 35 überschritten hat, gelten einige verbindliche Beschränkungen. So muss beispielsweise auf stark frequentierten Plätzen eine Maske getragen werden. Dazu zählt auch der Wertinger Marktplatz.

Betroffen von dieser Regelung sind besonders die beiden dortigen Eisdielen. Denn die Sache mit dem Eisessen wird mit der neuen Vorgabe schwieriger. Peter Alefeld, Regierungsdirektor am Landratsamt, erklärt: „Das Eis in der Hand geht in diesem Bereich nicht.“ Das sei mit der Maskenpflicht nicht vereinbar, denn beim Essen müsste der Mund-Nasenschutz abgenommen werden. Die kalte Köstlichkeit dürfe deshalb erst außerhalb des Marktplatzes verzehrt werden.

Warum in Wertingen vor den Lokalen an den Tischen ein Eis gegessen werden kann

Anders sehe es für den Außenbereich vor den Eisdielen aus. Wenn dort eine „geordnete Bewirtung“ stattfinde, könne an den Tischen ein Eis gegessen oder ein Kaffee getrunken werden, so Alefeld. Er sagt: „Nach meinem Dafürhalten greift dann die Maskenpflicht nicht.“ Der Gaststättenbetreiber müsse dafür eine Hygienekonzept ausgearbeitet haben und die Gäste würden außerdem registriert.

Die Kritik, dass einige Meter außerhalb des Marktplatzes wieder gegessen und getrunken werden darf, lässt der Regierungsdirektor so nicht gelten. Denn irgendwo müsse immer eine Grenze gezogen werden und in umgrenzten Zonen gebe es immer das Problem mit den Randzonen.

Nicht an der Randzone, sondern sehr zentral am Marktplatz liegt das Eiscafe Casal von Claudio Casal. Er erklärt: „Ich darf derzeit das Eis nur im Becher verkaufen und muss es einpacken.“ Jetzt müsse er seinen Kunden erklären, dass sie ihr Eis nicht gleich essen dürfen. Nicht gerade immer eine einfache Aufgabe, vor allem bei kleinen Kindern. Vor Ort darf nur geschlemmt werden, wenn sich die Gäste an einen Tisch setzen und ihre Kontaktdaten mitteilen.

Besitzer der Eisdielen in Wertingen haben es derzeit nicht leicht

Hätte Claudio Casal diese Entwicklung vorausgesehen, hätte er sein Lokal Mitte Oktober zugemacht. Doch er wollte länger bleiben. Es sei im Sommer weniger los gewesen, beziehungsweise er habe weniger Umsatz gemacht, da er nicht alle Tische besetzen durfte. Nun hat Claudio Casal erst einmal so viel Eis gemacht, dass es bis Sonntag reicht. Ob er dann sein Geschäft noch länger öffnet oder Winterpause macht, wird sich zeigen.

Alessandro Rova, der in der Nähe die Eisdiele San Marco betreibt, sagt, dass die Situation derzeit für alle schwierig sei. Er wünscht sich klare, einfache und sinnvolle Regeln.

Am Marktsonntag wird er sein Geschäft öffnen, auch wenn er noch nicht wisse, wie genau er sein Eis verkaufen soll. Auf die Frage, ob er derzeit wegen der Maskenpflicht Einbußen habe, antwortet er: „Die Leute kaufen weniger Eis, weil es draußen kalt ist.“

Übrigens: Da nun Maskenpflicht auf dem Marktplatz herrscht, werden beim Herbstmarkt die dortigen Stände nur Essen zum Mitnehmen anbieten. Das erklärten die Mitglieder des Organisationsteams des Marktes. Dazu gehören folgende Mitarbeiter der Stadt Wertingen: Veronika Sporer, Helmut Gumpp und Hermann Kotter.

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