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Bürgerversammlung

21.10.2019

Es wird zu schnell gefahren – auch in Pfaffenhofen

Die Autos fahren zu schnell in Pfaffenhofen, trotz 30er-Zone. Die Schulkinder sind in Gefahr, meinten die Anwesenden der Bürgerversammlung.
Bild: Brigitte Bunk

Das Thema Verkehr zieht sich durch alle Bürgergespräche. Helfen am Ende nur Strafen?

Ein vieldiskutiertes Thema stand bei der Bürgerversammlung im Pfaffenhofener Schützenheim im Mittelpunkt. Norbert Müller erklärte Buttenwiesens Bürgermeister Hans Kaltner: „Die Geschwindigkeit der Fahrzeuge, die durch die Sylvesterstraße fahren, ist atemberaubend.“ Auch der „Brennpunkt Schule“ befindet sich in dieser 30er-Zone. Müller schlägt vor, zumindest das Schild zu versetzen, das von Unterthürheim her hinter dem Ortsschild schwer zu sehen sei. Was wäre, wenn wirklich einem Kind was passiere – das wollte sich keiner ausmalen.

Kaltner: Bodenschwellen sind nicht erlaubt

Bodenschwellen wären nicht erlaubt, antwortete Kaltner auf eine Anregung. Nur was die Straßenverkehrsordnung erlaube, könne umgesetzt werden. Er ergänzte: „Wir werden mit der Polizei sprechen und schauen, dass wir das mit der Beschilderung hinkriegen.“ Auch Franz Käsinger kennt die Situation. Landwirtschaftliche Fahrzeuge, Lkw und Autos fahren mit 80 oder 90 Stundenkilometer am Dorfanger. Jeder meine, er hole Zeit heraus, überlegte Kaltner, doch: „Am Ende kommt man doch nicht früher an.“ Helfen könnten nur strikte Strafen, die auch durchgesetzt würden, das könne jedoch nicht in Buttenwiesen entschieden werden.

Der Zehentstadel wird gut angenommen

Bürgermeister Kaltner erklärte, dass er überrascht sei, wie gut der Zehentstadel angenommen werde. Er zeigte eine Skizze, wie das benachbarte, unter Denkmalschutz stehende Vogthaus aussehen könnte. Eine Nutzungsmöglichkeit wäre, eine Gruppe der Ganztagsbetreuung an der Schule mit 50 Kindern dort unterzubringen. Erwin Dehm meinte, auch wenn er immer skeptisch gegenüber dem Vorhaben Zehentstadel gewesen sei, nun gefalle ihm, was gebaut wurde. Auch die Veranstaltungen findet er gut. Aber: „Wir als Anwohner haben ein Riesenproblem mit dem Parken.“ Bei einem ähnlichen Projekt solle das doch im Vorfeld überlegt werden. Kaltner antwortete, dass Überlegungen laufen. Eventuell könnten Parkmöglichkeiten am Sportplatz geschaffen werden, die sowohl den Biergarten als auch den Bereich um den Zehentstadel entlasten würden.

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Das Wasser stand in den Werkräumen der Grundschule

Kaltner berichtete, dass an der Ulrich-von-Thürheim-Grundschule Wasser in den Werkräumen gestanden war. „Bevor wir handeln konnten, mussten wir schauen, wo das Wasser herkommt“, erklärte er. Nachdem die Pläne nicht stimmten, wurden die Rohre per Videobefahrung mit GPS untersucht. Eine Versickerungsanlage für Regenwasser und eine Hebeanlage für das Abwasser sichert die Turnhalle und Werkräume jetzt vor Überflutungen. Ein neues Brandschutzkonzept, die Anbindung an den Fernwärme- und Breitbandanschluss, kleinere Duschen, dafür größere Werkräume werden entstehen.

Hubert Braun fragte unter anderem, wie die Regenwasserentsorgung im geplanten Baugebiet an der Bürgermeister-Geißler-Straße funktionieren soll. Bürgermeister Kaltner meinte: „Einen richtigen Starkregen bekommen wir nie in den Griff, aber wir können den möglichen Schaden minimieren.“ Auch die zu erwartenden Baufahrzeuge machen Braun Sorgen, erfahrungsgemäß leiden die genutzten Straßen unter der Belastung.

Werden die Flachbrunnen weiterbetrieben?

Auf die Frage von Gerhard Hafke, ob der Flachbrunnen in Pfaffenhofen weiterbetrieben werde, erläuterte Kaltner die derzeitigen Untersuchungen, von denen abhänge, ob Buttenwiesen die wasserrechtliche Erlaubnis bekomme, mehr Tiefenwasser zu entnehmen.

Nach einer Beleuchtung für den Radweg vom Bauhof zu den Supermärkten fragte Karlheinz Retsch. Kaltner bat um Geduld. Jedes Jahr komme ein anderes Stück Radweg an die Reihe.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Sinnlose Raserei in unseren Ortschaften

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