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Bürgerhaus Unterthürheim

26.10.2017

Europa nutzt Unterthürheim

Die Baufahrzeuge sind derzeit in Aktion rund um das Bürgerhaus Unterthürheim. Dort entstehen neue Wege und eine Grünanlage.
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Die Baufahrzeuge sind derzeit in Aktion rund um das Bürgerhaus Unterthürheim. Dort entstehen neue Wege und eine Grünanlage.
Bild: Hertha Stauch

Wie ein kleiner Ort im Zusamtal zu einer besonderen Grünanlage kommt. Das Leader-Programm macht´s möglich. Rege Fragerunde in der Bürgerversammlung

Die Unterhürheimer dürfen sich auf das nächste Frühjahr freuen. Denn im Mai soll rund um das Bürgerhaus gefeiert werden. Bürgermeister Hans Kaltner ist zuversichtlich, dass die neue Außenanlage bis zum Wonnemonat fertig wird und es dann mitten im Ort eine zentrale Grünanlage gibt. Dass diese so entstehen kann wie geplant – und das für 520000 Euro – ist den Zuschüssen aus dem europäischen Leader-Programm zu verdanken. Ganze 260000 Euro gibt es aus dem Finanztopf des europäischen Landwirtschaftsfonds, der kleine Infrastrukturprojekte im Rahmen der Dorferneuerung fördert. „Das ist schon eine große Maßnahme“, erklärte der Bürgermeister, dass das lange ersehnte Projekt ohne die Zuschüsse nur schwer möglich gewesen wäre.

Derzeit geht es bei noch schönem Herbstwetter auf der Baustelle schon rund. Hinter dem Bürgerhaus entsteht die neue Zufahrt von der Pfarrstraße her. Rund um das Haus mit Hurga-Clubheim und Musikheim entstehen neue behindertengerechte Wege, eine Böschung wird für Sitzstufen in Form eines griechischen Amphitheaters genutzt. Sorgenkind war in jüngster Zeit die Treppe zum Bürgerhaus, da zwischen den Stufen immer wieder Wasser ausgetreten ist. In den vergangenen Tagen wurde deshalb der Untergrund aufgegraben, die Ursachen für die Nässe beseitigt und der Belag erneuert. Diese aufwendigen Arbeiten kosteten nochmals 17000 Euro aus der Gemeindekasse, wie der Bürgermeister in der Gemeinderatssitzung am Montagabend erklärte.

Dass sich die Unterthürheimer rege für das Geschehen in der Gemeinde interessieren, zeigte sich in der Fragerunde der Bürgerversammlung:

Friedhof Der Wunsch nach mehr Toiletten, nach Parkplätzen am Friedhof und der Beseitigung von Stolperfallen auf dem Gelände wurde geäußert. Bürgermeister Kaltner berichtete, dass er jedes Jahr ein oder zwei Friedhofe inspizieren wolle. Diese sollten rollstuhlgerecht ausgestattet werden. Er freute sich, dass in Unterthürheim Friedhofshelfer das Areal sauber halten. In Unterthürheim müsse noch ein Platz für den Urnenbereich gesucht und das Leichenhaus hergerichtet werden.

Gastwirtschaft am Herrenberg Die leer stehenden ungenutzten und sanierungswürdigen Gebäude am Herrenberg waren einem Zuhörer ein Dorn im Auge. Bürgermeister Kaltner berichtete, dass der Dachstuhl der Gastwirtschaft unter Denkmalschutz stehe. Die Gemeinde sei nur im Bereich der Gastwirtschaft im Besitz der Grundstücke. Deshalb gebe es noch keine Planungen für das Areal. „Es geht nicht so schnell, aber wir sind an den Sachen dran“, bat Kaltner um Geduld.

Ausbau Ortsverbindung Pfaffenhofen-Donaumünster Auch in Unterthürheim wurde dies Thema diskutiert. „Wann geht es endlich los?“, lautete eine Frage. Kaltner peilt Ende April nächsten Jahres an. Derzeit laufen die Ausschreibungen für die Arbeiten. Verneinen musste Kaltner die Frage, ob die Straße nicht auf Fahrzeuge für bis zu 7,5 Tonnen Gewicht beschränkt werden könne. In diesem Zusammenhang wandte sich Kaltner erneut gegen die Polemik, die es in der Diskussion um den Ausbau der Straße gebe. Der Begriff „Riedautobahn“ sei nicht gerechtfertigt, da die Straße nur sechs Meter breit werde. Zusätzlich bekomme sie einen landwirtschaftlichen Anwandweg, wie ihn auch die Flurneuordnung vorsehe. Dieser Weg könne gleichzeitig als Radweg genutzt werden. Auch der Meinung eines Bürgers, dass die Straße mehr Verkehr erzeugen werde, widersprach Kaltner erneut. Für die Klärung dieser Frage sei ein Gutachten erstellt worden – der Verkehr werde demnach nicht mehr als sowieso zunehmen.

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