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Versammlung

09.03.2020

Förderverein Schillinghaus investiert in eine Kühlung

Der neu gewählte und damit im Amt bestätigte Vorstand des Fördervereins Schillinghaus: (von links) Hubert Kapfer, Zweiter Bürgermeister Walter Stallauer, Alexander Gumpp, Susanne Wagner, Jürgen Käsmayr, Stephan Reißner, Thomas Wippel und Günther Kraus.
Bild: Alfred Bühler

Die Binswanger Gemeinschaft ist schuldenfrei. Die nächste große Investition steht jetzt bevor. Warum diese so wichtig ist und welche Ergebnisse die Neuwahlen erbrachten

Gute Nachrichten hatte Vorsitzender Alexander Gumpp bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins Schillinghaus Binswangen parat: „Seit dem 12. Januar 2020 sind wir schuldenfrei.“ Seit 2013 hat der Zusammenschluss der Nutzervereine 40000 Euro zurückbezahlt. Außerdem wurden weitere 30000 Euro in die Ausstattung des Gebäudes und in die Außenanlagen investiert.

Zum Erfolgsgeheimnis gehört für Alexander Gumpp, dass außer den Kosten für die Gebäudereinigung sämtliche Arbeiten ehrenamtlich erfolgen: unter anderem der Gastronomiebereich, die Arbeitsdienste zum Unterhalt des Gebäudes und die Pflege der Außenanlagen. Die erfolgreichen regelmäßigen Veranstaltungen bringen ebenso Geld in die Kasse, Helmut Storrs Bücherlesungen und der Christbaumverkauf beispielsweise, wie die Nutzung als Tagungszentrum, ein- bis zweimal jährlich. Hier staunen die Teilnehmer laut Gumpp immer wieder, was solch eine kleine Gemeinde zu leisten imstande ist. Er betonte: „Das Schillinghaus ist ein ganz hervorragender Botschafter für Binswangen.“ Sponsoren und Gönner, die immer wieder ein offenes Ohr für den Förderverein haben, sind ein weiterer Baustein für den Erfolg. „Jetzt wirtschaften wir solide weiter und beginnen Rücklagen zu bilden, damit wir bei irgendwann kommenden Reparaturen die Gemeinde unterstützen können“, so Gumpp. Außerdem stehen die nächsten Investitionen an. Da bei den Musikproben die Fenster geschlossen bleiben müssen, ist für die Sommermonate eine aktive Kühlung notwendig. Das Investitionsvolumen wird laut Gumpp rund 30000 Euro betragen, der Fördervereinsvorstand hat ein Finanzierungskonzept erstellt. Nun steht das Einverständnis der Nutzervereine an - das sind der Friedens- und Heimatverein, der Musikverein, der Gesangverein und Saitenwind. Daraufhin wird die Maßnahme dem Gemeinderat vorgestellt, nachdem die Gemeinde Eigentümer des Gebäudes ist.

Auch die Nachfolgeregelung wird in der kommenden Periode eine Aufgabe des Vorstands sein, bei dem es durch die vom Zweiten Bürgermeister Walter Stallauer durchgeführte Wahl kaum Veränderungen gab. In seinem Grußwort dankte Stallauer dem Verein für seine erfolgreiche und engagierte Arbeit und sprach seinen Respekt aus, dass es in dieser kurzen Zeit gelungen ist, die kompletten Schulden zurückzuzahlen und auch noch in weitere Dinge zu investieren. Er sagte: „Der Gemeinde ist sehr wohl bewusst, welches Juwel sie mit dem Schillinghaus hat und welchen sozialen und kulturellen Wert die Arbeit der dort ansässigen Vereine für die Gemeinde hat.“ Aus diesem Grund sagte er auch die weitere bestmögliche Unterstützung der Gemeinde zu, soweit es in ihren Möglichkeiten steht. Die Wahl ergab folgendes Ergebnis: Alexander Gumpp bleibt Vorsitzender, sein Stellvertreter ist Jürgen Käsmayr. Schriftführer ist Willy Mück, Schatzmeister Thomas Wippel. Als Beisitzer wirken Konrad Bühler, Susanne Wagner (die neue Wirtin), Stephan Reißner, Hubert Kapfer und Hilde Kapfer mit. Da nur fünf Beisitzer laut Satzung zulässig sind, wurde der ehemalige „Wirt“ Günther Kraus auf einstimmigen Beschluss des Gremiums zusätzlich in den Vorstand kooptiert. Kassenprüfer sind Leonhard Rupp und Günter Sailer.

Roland Wagner, Vorsitzender des Musikvereins, bedankte sich im Namen der Nutzungsvereine für die Arbeit des Fördervereins, die es den Vereinen ermöglicht, sich auf ihre Aufgaben zu konzentrieren. Als „absolutes Pfund für eine zukünftige Gemeindeentwicklung“ sieht Alexander Gumpp die Vereinsstruktur in Binswangen. Wobei die Menschen, die gerne ihren Beitrag leisten, vor allem Anerkennung und Wertschätzung erwarten. Somit könne sich die Gemeinde um die anderen Rahmenbedingungen kümmern, die für einen attraktiven und lebenswerten Ort erforderlich sind. (bbk)

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