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Vorsorge

28.02.2014

Forderung nach Schutzzaun entlang der viel befahrenen Umgehung

Entlang der Ortsumgehungsstraße Bliensbach fordert die örtliche Jagdgenossenschaft einen Schutzzaun, um den Verkehr und die Tierwelt vor unkontrolliertem Wildwechsel zu schützen.
Foto: Ulrike Hauke

Wildunfälle bei Bliensbach haben in den vergangenen Jahren zugenommen

Müsse denn erst ein Kreuz aufgestellt werden, damit die Behörden reagierten, entrüstete sich Werner Gaugler, Vorsitzender der Jagdgenossenschaft Bliensbach, im Gespräch mit Bürgermeister Willy Lehmeier und Martin Hatzelmann vom Staatlichen Bauamt Krumbach. Die Männer diskutierten über Unfälle mit Wild entlang der Bliensbacher Umgehungsstraße, die sich – nach Meinung der Jäger und des Jagdpächters, Friedrich Lippert aus Hettlingen – nach dem Bau der Umfahrung verstärkt haben.

Lehmeier entschärfte die stellenweise emotional geführte Diskussion mit einem Kompromissvorschlag, nachdem Hatzelmann das Anliegen Gauglers, einen Wildschutzzaun entlang der gesamten Strecke aufzustellen, erst einmal ablehnen musste.

„Wir vom Staatlichen Bauamt müssen uns nach den polizeilich gemeldeten Unfallzahlen richten.“ Die würden bei jährlich 50 Stück auf einem Streckenabschnitt von drei Kilometern, geprüft in einem Zeitraum von drei Jahren, liegen, so Hatzelmann. Das sei aber im Bereich der Bliensbacher Umfahrung nicht der Fall. Außerdem würde der Freistaat nur Bundes- und sogenannte Kraftfahrstraßen mit solchen Schutzzäunen bestücken. Wie so oft ging es auch in diesem Gespräch um die Finanzierung eines solchen Projekts. Lehmeiers Kompromiss hierzu lautete: „Das Staatliche Bauamt, die Jagdgenossenschaft und wir als Kommune prüfen jeder für sich, ob man im gemeinsamen Einvernehmen die Materialkosten für so einen Schutzzaun tragen kann.“ Denn anhand der seitens der Jäger genannten Anzahl von 45 Wildunfällen innerhalb eines Jahres käme man der Vorgabe durch den Freistaat doch schon recht nahe, selbst wenn nicht alle Unfälle polizeilich gemeldet worden seien.

„Wir haben hier das Problem des Regelwerks eines Staates und egal, ob man das nun gut oder schlecht findet, sollte dies uns nicht dazu bewegen, einfach abzuwarten“, so Lehmeier über Hatzelmanns Vorgaben.

Dieser zeigte sich offen für den Vorschlag und erklärte sich bereit, innerhalb seiner Behörde den Kompromiss zu diskutieren: „Wir haben die Sache ins Auge gefasst.“ Im Anschluss an das Treffen am Ortsrand von Bliensbach fuhren Hatzelmann und die Jäger die Strecke gemeinsam ab, um einen groben Abriss darstellen zu können, welcher Streckenabschnitt fürs Erste abgesteckt werden sollte. So könne man später nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere vor weiteren Kollisionen schützen und einen ungefähren ersten Kostenrahmen ermitteln.

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