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Bürgerversammlung

20.09.2019

Friedhöfe sind teurer, als gedacht

Die Friedhofssatzung für die Einrichtung in Wengen, also die entstehenden Kosten, waren Thema bei der Bürgerversammlung in Riedsend.
Bild: Brigitte Bunk

In Riedsend gibt es Veränderungen. Warum das lebenslange Nutzungsrecht für Gräber nicht mehr aufrecht erhalten werden kann

Vor rund 40 Jahren wurde der Friedhof in Wengen gebaut. Villenbachs Bürgermeister Werner Filbrich erklärte am Mittwochabend, bei der zweiten von fünf Bürgerversammlungen der Gemeinde Villenbach: „Wir haben eine neue Friedhofssatzung erlassen, da wir als einzige Gemeinde in der VG lebenslanges Nutzrecht für die Gräber hatten.“ Das wurde nun auf 25 Jahre geändert.

Konrad Mair erinnerte daran, dass der Bau des Friedhofs nur aufgrund von hohen Einmalzahlungen und wegen der Eigenleistung der Bürger möglich gewesen sei. Die Begründung, dass der Kommunale Prüfungsverband darauf hingewiesen habe, dass die Gemeinde kein Defizit erwirtschaften dürfe und deshalb so reagiere, konnte Mair ebenso wie seine Tischnachbarn nicht nachvollziehen. Er fragte, was denn so teuer sein könne, dass die Jahresgebühr von 60 Euro bei so vielen Gräbern für den Unterhalt nicht ausreiche. Filbrich meinte: „Dabei geht es nicht um die Kosten fürs Rasenmähen. Dazu kommen unter anderem Verwaltungskosten und kalkulatorische Abschreibungs- und Verzinsungskosten.“ Jedenfalls müsse die Gemeinde schauen, dass sämtliche anfallenden Kosten gedeckt seien.

Bezüglich des Kindergartens fragte Andrea Langenmair, ob dieser nur von den Innenräumen her erweitert werden solle oder auch der Garten. Auch sie als Elternbeirätin werde immer wieder gefragt, nachdem die Kinder beim Spielen im Freien inzwischen auch den Weg mitbenutzen und dort mit ihren Bobbycars unterwegs sind. Von den Vorgaben her sei der Raum ausreichend, erklärte der Bürgermeister, der betonte, dass alles daran gesetzt werde, eine für alle zufriedenstellende Lösung zu finden. Aber: „Wir sind vom Platz her eingeschränkt.“ Der Erwerb des für die Erweiterung nötigen Grundstücks sei bisher nicht möglich gewesen. Ein solches fehle auch für einen Spielplatz, nach welchem Bernhard Mair fragte. „Wenn mir einer sagt, der Platz ist da, den wir kaufen oder für die nächsten 20 bis 30 Jahre pachten könnten…“, gab Filbrich an, woran der Bau bisher scheiterte. Bei einem Platz, der geeignet schien, müsste das gesamte Grundstück gekauft werden, deshalb habe die Gemeinde in diesem Fall davon abgesehen.

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Die Straße zwischen Riedsend und Sontheim konnte laut Bürgermeister Filbrich bisher noch nicht erneuert werden, weil auf Zusamaltheimer Seite noch nicht alle Unterschriften der Grundstückseigentümer vorliegen, von denen Grund gebraucht werde.

Franz Fischer fragte deshalb: „Wenn schon nicht gebaut wird, könnten dann nicht zumindest die Schlaglöcher geflickt werden?“ Der Bürgermeister versprach, sich darum zu kümmern. Christian Thoma wollte wissen, warum die Villenbacher Feuerwehr ein neues Fahrzeug bekomme und für die Riedsender Wehr nicht einmal ein notwendiges Aggregat angeschafft werden könne.

Hier erläuterte Zweiter Bürgermeister Langenmair, dass die Feuerwehren künftig schon Anfang des Jahres zusammenkommen, um zu besprechen, welche Anschaffungen notwendig seien. Dann könnten sämtliche Kosten rechtzeitig an die Gemeinde gegeben werden und im Haushaltsplan aufgenommen werden.

Bürgermeister Filbrich dankte den Ehrenamtlichen, die in den Vereinen wirken, denn nur dadurch leben die Orte. Auch die Kirchenrenovierung sei nur aufgrund vieler ehrenamtlicher Arbeiten „so gut über die Bühne gebracht“ worden. „Da waren viele Riedsender am Werk“, lobte er den Zusammenhalt im Dorf.

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