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Neujahrskonzert

17.01.2019

Furioser Jahresbeginn bei der Musikschule

Die jungen Künstler und ihre Klavierbegleiter stellten sich nach dem gelungenen Konzert unter dem Applaus des Publikums zu einem Erinnerungsfoto. Erste Reihe von links: Katja Fechtner, Luis Haupt, Magdalena Musialek, Jakob Hof und Viktoria Krebs. Zweite Reihe von links: Anna-Maria Hof, Martin Stempfle, Pablo Diez Teresa, Elena Mayer, Kirill Kvetniy, Franziska Moosmüller, Aylin Balletshofer, Amelie Kalkbrenner, Tizian Warisch und Milena Kalkbrenner.
Bild: Karolina Wörle

Vielzahl an jungen Künstlern und Vielfalt an Instrumenten zeigen auf, welchen Stellenwert die Ausbildung an der Wertinger Schule hat

Wer am Sonntag beim Neujahrskonzert der Musikschule war, den erwarteten eine Vielzahl an jungen Künstlern und eine Vielfalt an Instrumenten aus dem Bläser- und Schlagzeugbereich. Der stellvertretende Vorsitzende David Knab überbrachte die besten Neujahrswünsche im Namen des Vereins Musikschule und konnte zahlreiche Ehrengäste begrüßen.

Die Musikschule bot eine Auswahl an Schülern auf, die sich dem Wettbewerb des Bayerischen Blasmusikbundes gestellt und sogar als Bezirkssieger daraus hervorgegangen sind. Aus allen Altersgruppen stellten sich die 13 Musiker dem Publikum mit Ausschnitten aus ihrem Wettbewerbsprogramm vor.

Aus der Gilde der Trompeter machte Amelie Kalkbrenner als Solistin den Anfang und präsentierte sich später mit ihrer Schwester Milena, die ebenfalls solistisch glänzte, als perfekt eingespieltes Duett. Jakob Hof, der elf-jährige Trompeter aus dem Vororchester zeigte sich als sicherer Fanfarenbläser.

Als jüngste Künstlerin des Abends brauchte sich die neunjährige Magdalena Musialek weder hinter dem Notenständer noch hinter ihren Künstlerkollegen verstecken. Mit einem Ragtime und einer Polka vertrat sie als Posaunistin selbstbewusst die Riege der tiefen Blechbläser. Luis Haupt scheint in der Welt der Klarinette und des Saxofons gleichermaßen zuhause. In dem Stück „Clarinet in the town“ spielte er genauso lässig und souverän, wie als Saxofonist im Duett mit Martin Stempfle.

Keinen Komponisten verbindet man schneller mit Tango, als Astor Piazzolla. Den wohl bekanntesten, nämlich „Libertango“ hat sich die Saxofonistin Elena Mayer ausgesucht. Die Klarinette kommt in der Musik der Romantik besonders gut zur Geltung. Carl Maria von Weber hat sein „Concertino op.26“ perfekt auf die Klangwelt einer Klarinette abgestimmt. Das war beim Vortrag von Viktoria Krebs hörbar. Die junge Künstlerin weidete sich im Wechsel zwischen ausladenden und stürmischen Melodien.

Nach den Eindrücken aus der tiefen deutschen Romantik brachte die Saxofonistin Katja Fechtner in dem zeitgenössischen Werk „Nuits Blanches“ des belgischen Komponisten Alain Crepin impressionistische Leichtigkeit ins Konzertprogramm. Dem stand Martin Stempfle mit seinem Baritonsaxofon in nichts nach und zeigte, wie wendig und filigran das beinahe tiefste Instrument er Saxofonfamilie musizieren kann. Neben all den Bläsern trat Tizian Warisch am Marimbafon als Vertreter der Schlagzeugklasse von Dunja Lettner auf. Aus dem Schaffen von Earl Hatch hat er sich dessen populärstes Werk „Furioso and Valse“ vorgenommen und die melodiöse Seite der ansonsten auf den Rhythmus konzentrierten Instrumentalisten gezeigt.

Die junge Fagottistin Anna-Maria Hof war eins mit ihrem geliebten Instrument, dem sie bei der „Suite Op. 69“ von Alessandro Longo in jeder Lage sonore und ausdrucksvolle Töne entlockte. Die Oboe ist ein Instrument, welches in Wertingen nur vereinzelt anzutreffen ist, aber alle Spieler, die dieses tolle Instrument für sich entdeckt haben, spielen es mit Begeisterung und dem Bewusstsein dieser einzigartigen Klangschönheit.

Aylin Balletshofer hat als Querflötistin vor Jahren ihre Liebe zur Oboe entdeckt und das Konzert mit den Werken „Orientale“ von Cesur Cui und „Zephyrs“ von Bruno Laba bereichert.

Als letzte Künstlerin des Abends trat die Querflötistin Franziska Moosmüller auf. Beinahe improvisiert, traumhaft aber auch ausdrucksvoll und mit Kraft präsentierte sie sich in Ian Clarkes „Hypnosis“.

Das Publikum bestätigte mit seinem Applaus den Dank und das Lob der Schulleiterin Heike Mayr-Hof an die Musiker. Sie seien bestens gerüstet für die neue Herausforderung, die am Samstag, 19. Januar beim Bundeswettbewerb auf sie wartet.

Der größte Dank gebührt den beiden Klavierpartnern Kirill Kvetniy und Pablo Diez Teresa, die in ihrer Rolle als Begleiter die Beiträge nicht nur sicher unterstützt haben, sondern musikalisch einen Hochgenuss boten. (pm)

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