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V-Party

21.05.2018

Ganz Zusamaltheim rockt bei der Mega-Party

2000 Quadratmeter ist das Festzelt groß. Die Wiese vor dem Zelt war am Samstagabend vollkommen durchnässt.
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2000 Quadratmeter ist das Festzelt groß. Die Wiese vor dem Zelt war am Samstagabend vollkommen durchnässt.
Bild: Alexander Millauer

Zwei Nächte lang befand sich das Obere Zusamtal im Ausnahmezustand. Mit einer DJ-Gruppe, die bundesweit unterwegs ist, und einem riesigen Zelt lockten die Faschingsfreunde

Als es am Samstagabend das erste Mal donnert und der Regen vom Himmel prasselt, trifft Stefan Mayrböck eine Entscheidung. Er veranstaltet gemeinsam mit den Faschingsfreunden Zusamaltheim die V-Party – ehemals als Vernichter-Party bekannt. Als Mayrböck um 18 Uhr die Entscheidung fällt, den Weg bis zum riesigen Zelt mit Vlies und Hackschnitzeln auszulegen, muss es schnell gehen. Die Besucher sollen schließlich auch ohne Gummischuhe mit trockenen Füßen ins Zelt.

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„Das war eine Mordsarbeit“, sagt Mayrböck. Doch alles sei top abgelaufen, und als sich um 21 Uhr die Pforten öffnen, steht dem zweiten Tag der Zusamaltheimer Mega-Party nichts mehr im Weg – die Besucher strömen ins große Partyzelt. Zehn Tage lang haben rund 60 Männer und Frauen aufgebaut – für zwei Nächte im Ausnahmezustand. Lange davor hat sich Mayrböck bereits um die Organisation gekümmert – zusammen mit einem Team von rund zehn Leuten. darunter auch Jonas Hosemann, Vorsitzender der Faschingsfreunde. DJs buchen, Marketing betreiben, für die Sicherheit sorgen. Das sind die Aufgaben im Vorfeld der Party. Und bereits zur Eröffnung am Freitagabend wartet auf die Besucher ein echter Knaller. Als der Mannheimer DJ Moestwanted auflegt, strömen die Partygänger vor den Zaun, der die Bühne von den Besuchermassen trennt.

Als die Party den Siedepunkt erreicht, Kostümierte über die Tanzfläche springen, Konfetti von der Zeltdecke fliegt, springen mehrere als Katzen Verkleidete auf die Bühne – die Gruppe „Hypercat“ ist international unterwegs und ist bekannt dafür, die Massen in Ekstase zu versetzen. „Die haben wir damals in Augsburg gesehen und gleich gebucht“, erinnert sich Mayrböck. Es gibt aber auch andere Geschichten, die die V-Party zu einer ganz besonderen Party machen – wie etwa die Eröffnung. „Am Freitagabend war fast ganz Zusamaltheim hier im Zelt“, sagt Mayrböck. Denn die Musikkapelle Zusamaltheim eröffnet die V-Party am frühen Freitagabend gemeinsam mit einer Zeltsegnung durch den Pfarrer – also fast wie beim bekannten Metalfestival in Wacken, bei dem auch eine Blaskapelle das Festival eröffnet.

Rund 140 Männer und Frauen der Faschingsfreunde Zusamaltheim sorgen anschließend zwei Nächte lang für den reibungslosen Ablauf der Party – als Kassierer, Thekenkraft, Spüldienst. Auch Mayrböck ist während der beiden Nächte auf Hochtouren. So muss er beispielsweise schauen, dass die Wechsel der DJs reibungslos und ohne dass die Besucher etwas davon merken, über die Bühne gehen, oder sich mit der Polizei absprechen. Wer einer Band lieber live zuhören möchte, kann das in diesen beiden Partynächten auch tun – die Rockbands Agravic, SavageRock und Sprachrohr treten in einem kleineren Zelt nebenan auf. Blickt man sich auf dem riesigen Festgelände um, stellt man schnell fest – die V-Party ist für jeden etwas, egal, welchen Musikgeschmack oder welches Alter die Person hat – daran tut auch der Regen keinen Abbruch.

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