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Bocksberg

21.06.2015

Gartenfreunde zieht es zur Burg

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3 Bilder
Hannah Eder, Christian Rieger und Florian Ritter schlendern durch den Markt.

Trotz kühlen Wetters kommen Tausende von Besuchern nach Bocksberg. Die Aussteller klagen ebenfalls nicht übers Wetter. Warum sie immer wieder kommen.

Seit drei Jahren verkauft Gabriele Schied aus Goldburghausen ihre hochwertigen Gewürze auf dem Bocksberger Burgmarkt. Die Leute kosten die bereitgestellten Proben und greifen zu den entsprechenden Päckchen. Sie bietet ihre Waren gerne in Bocksberg an, weil es sich lohnt, hier zu sein. Zum zwölften Mal hatten die Bocksberger Vereine dieses Jahr den Burgmarkt auf den Weg gebracht.

„Die Leute kommen her, weil sie etwas haben wollen, nicht nur zum Schauen“, sagt Tanja Wimmer. Vor allem die „Männchen“, deren Kopf und Füße aus kleinen Buchskugeln herauszuwachsen scheinen, faszinieren die Vorübergehenden am Stand ihres kreativen Tonstudios. Zum fünften oder sechsten Mal präsentiert die 42-Jährige ihre Waren auf dem Burgberg. Das ist der einzige Markt, zu dem sie geht, weil er vom Publikum her so einzigartig ist, schwärmt sie. Ansonsten verkauft Wimmer direkt aus der Werkstatt und gibt Kurse.

Renate Othman aus Welden faszinieren auf ihrer Erkundungstour durch die Stände die „Männchen“. Sie bleibt stehen und schaut sie genauer an. „Die sieht man nicht alle Tage, die sind lustig und wenn man sie ansieht, bekommt man gleich gute Laune“, meint sie lachend. Das denkt sich auch Andrea Dosch aus Echlishausen im Bibertal. Sie nimmt gleich einen mit für ihren „riesengroßen Garten mit viel Buchs“. Den Preis ist er ihr wert, denn so etwas Besonderes hat sie noch nie gesehen. Nun freut sie sich erst recht über den Tipp ihres Schwiegersohns Markus Brenner aus Fristingen, den Burgmarkt zu besuchen.

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Zwei junge Männer und eine junge Frau halten am Stand von Kristin Schuhmann aus Erfurt ein aus mehreren Holzstücken zusammengesetztes Teil in der Hand und betrachten fasziniert, wie sich die mit Draht verbundenen Teile bewegen. „Das ist eine ausgeklügelte Mechanik“, sagt Christian Rieger aus Ay-stetten. Er hat selbst schon Dinge aus Holz gefertigt und schätzt die Kreativität und das Können, das dahinter steckt, ganz besonders. „Meine Mutter war letztes Jahr hier und hat gemeint, diesen Markt muss man unbedingt sehen.“ Florian Ritter aus Kutzenhausen erklärt, warum sie nach Bocksberg kamen. Auch für Hannah Eder aus Kempten hat sich der Marktbesuch gelohnt. Sie freut sich über den Ring, den sie mit nach Hause nimmt. Die Standbesitzerin selbst ist ebenfalls das erste Mal vor Ort. „Der Markt wurde mir von anderen Ausstellern empfohlen, es hieß nur, es sei schwierig, einen Platz zu bekommen.“ Umso mehr freute sie sich, dass ihre Waren die Veranstalter überzeugten.

Am Samstag war das Wetter etwas kühl. Dadurch kamen weniger Gäste als gewohnt und verweilten auch nicht so lange wie gewohnt. Am Abend waren sie dann dennoch da zum Brotzeitmachen auf dem Burgberg und nahmen an den Bänken und Tischen vor der Bühne Platz. Dort unterhielten das ganze Fest über verschiedene Musikgruppen. Am Samstagabend waren es die Laugnataler, die Stimmung machten. Als der Scheiterhaufen entzündet wurde, und die Hexe aus Stroh und Stoff mit dem Sonnwendfeuer verbrannte, freuten sich die Zuschauer über die lodernden Flammen, welche die Stofffetzen hoch in die Luft wirbeln ließen. Die Feuerwehrleute hatten alles im Griff – sowohl das Feuer, als auch die Leute, die ihm nicht zu nahe kommen durften.

Beim Festgottesdienst am Sonntagmorgen waren sowohl die Helfer als auch viele Gäste wieder vor Ort. Der Bocksberger Burgmarkt mit seinen über 70 Ständen war erneut ein Magnet für Gartenfreunde. Die lange Zeit der Vorbereitungen hat sich gelohnt.

Hier finden Sie  weitere Fotos vom Bocksberger Burgmarkt.

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