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Wahl

16.09.2013

Georg Winter verteidigt Direktmandat

Der Gewinner des Direktmandats im Stimmkreis 704 Augsburg-Land/Dillingen heißt wieder Georg Winter.
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Der Gewinner des Direktmandats im Stimmkreis 704 Augsburg-Land/Dillingen heißt wieder Georg Winter.
Bild: vN

CSU-Kandidat lässt Mitbewerber klar hinter sich. Zitterpartie für Johann Häusler

Landkreise Augsburg/Dillingen Seit 1990 sitzt Georg Winter für die CSU im bayerischen Landtag. Das sind 23 Jahre. Weitere fünf kommen jetzt hinzu. Denn bei den gestrigen Landtagswahlen konnte der 62-Jährige aus Höchstädt im Stimmkreis Augsburg-Land/Dillingen trotz persönlicher Stimmenverluste die Konkurrenz der anderen Parteien erneut abschütteln. Im Vergleich zu den Zweitstimmen, welche seine CSU an Donau, Lech und Zusam einfuhr, fiel sein persönliches Ergebnis (Erststimmen) um etwa sechs Prozent schlechter aus. Eine Folge der Verwandtenaffäre, welche Winter im Frühjahr den Vorsitz für Staatshaushalt und Finanzfragen kostete. Mit etwas Glück könnte die CSU im Stimmkreis aufgrund ihres guten Gesamtergebnisses in Bayern einen weiteren Sitz über die Liste ergattern. Marlies Fasching aus Thierhaupten steht hier auf einem aussichtsreichen fünften Rang.

Zur Zitterpartie wurde der gestrige Wahltag für Johann Häusler. Ob der Biberbacher erstmals den Sprung ins Parlament schafft, hängt davon ab, wie viele Abgeordnete die Freien Wähler aus Schwaben stellen können. Werden es drei, stehen Häuslers Chancen gut. Ein Traumergebnis erzielte Häusler in seinem Heimatort Biberbach, wo er 43,71 Prozent der Stimmen einfahren konnte (Winter 27,98 Prozent).

SPD verbessert sich gegenüber 2008 deutlich

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Klar als Zweite im Stimmkreis ging Mirjam Steiner von der SPD über die Ziellinie. Die Roten konnten gegenüber der Wahl ihr Gesamtergebnis (Erst- und Zweitstimme) deutlich verbessern. Auch wenn es für Steiner persönlich wohl nicht reichen wird – sie liegt auf der schwäbischen Liste auf Platz sechs – ist sie eine Politikerin, der die Zukunft gehören könnte.

Georg Barfuß leidet unter schlechtem FDP-Ergebnis

Ein Opfer des Negativtrends seiner Partei wurde Professor Dr. Georg Barfuß. Der Lauinger Liberale verliert nach nur einer Periode sein Landtagsmandat, da die FDP den Wiedereinzug ins Parlament gestern deutlich verpasst hat. Barfuß erhielt im Stimmkreis zwar 7,51 Prozent, lag damit aber auch deutlich unter dem Ergebnis von 2008 (13,58 Prozent). Vor fünf Jahren kam Barfuß freilich auch zugute, dass die Freien Wähler keinen Direktkandidaten nominiert hatten.

Schwach auch das Abschneiden der Grünen im Stimmkreis. Mit knapp über sechs Prozent lag die Ökopartei sogar unter dem Landesdurchschnitt. Direktkandidat Nico Ach, der aus dem benachbarten Donauwörth kommt, erwies sich nicht als der Stimmenkönig im Dillinger Land und im benachbarten nördlichen Augsburger Landkreis.

Insgesamt lag gestern die Wahlbeteiligung bei rund 61 Prozent, vor fünf Jahren waren es nur 56,14 Prozent. Damit lag der Stimmkreis voll im bayerischen Trend.

"Regionale Wahlergebnisse auf den Seiten 25 und 26

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