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Wertingen

24.06.2019

Gewagte Stunts und der Bremstest für's E-Bike

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Einmal kurz die Luft anhalten: Vier mutige Freiwillige ließen sich auf dem E-Bike-Tag der Seniorengemeinschaft Wertingen von BMX-Profi Marco Thoma „überspringen“. Bei der gut besuchten Veranstaltung hatten junge und alte Teilnehmer ihren Spaß.
Bild: Benjamin Reif

Die Seniorengemeinschaft veranstaltete ein Event, bei dem Jung und Alt eine Leidenschaft teilen

Sechs Jugendliche fahren neben Hans und Dagmar Rohrer auf einer abgesicherten Strecke im Kreis. Während die junge Generation auf BMX-Rädern sitzt und während der Fahrt auch den ein oder anderen Trick vollführt, sitzen die Rohrers auf E-Bikes. Das sieht zwar nicht ganz so cool aus wie bei den Jugendlichen, doch beim Bremstest schneidet das Ehepaar deutlich besser ab. Ihr Bremsweg ist bei etwa gleicher Geschwindigkeit deutlich kürzer.

Das liegt an den hervorragenden Bremsen, die in E-Bikes verbaut sind. Beim E-Bike-Tag in Wertingen auf dem Schulhof der Grundschule, kommen an diesem Sonntag Jung und Alt zusammen, um die Vorzüge der Bewegung auf dem Zweirad zu genießen. Für Interessierte gibt es zahlreiche E-Bikes, die ausprobiert werden können. Organisiert und ausgerichtet hatte die gut besuchte Veranstaltung die Seniorengemeinschaft Wertingen.

Immer mehr schwingen sich aufs E-Bike

Laut Manfred Samson von der Dillinger Verkehrswacht ist diese Form der Mobilität gerade voll im Aufschwung. „Mitnichten greifen nur Senioren zu“, sagt Samson. „Auch Jüngere finden es toll, dass sie dann weitere Strecken zurücklegen können“, sagt der Experte. Bei einem E-Bike wird das Fahren von einem Elektro-Motor unterstützt, der auch aufgeladen werden muss. Muskelkraft ist nach wie vor gefragt, zumindest schnelleres Fahren geht nicht von alleine. Mit den E-Bikes ist es auch für Durchschnittsfahrer möglich, an einem Tag weite Touren zurückzulegen.

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Hans Rohrer schätzt vor allem die Unterstützung bei Steigungen, die das Rad bietet. Der 62-Jährige und seine Frau sind bei einer ähnlichen Infoveranstaltung im vergangenen Herbst in Meitingen auf E-Bikes aufmerksam geworden. Da sie zu ihrem Haus einen kleinen Berg hinauf müssen, schafften sie sich zwei solcher Fahrzeuge an. Jetzt sei es ein ganz neues Lebensgefühl, sagt Hans Rohrer. „Ich habe mit meinem Rad schon jetzt 900 Kilometer gefahren. So viel wäre ich mit meinem normalen Rad nie gefahren“, sagt Rohrer.

Den Buttenwiesener Berg geht es mit E-Bike leichter hinauf

Manfred Samsons Frau kaufte sich ebenfalls ein E-Bike und überholte ihren Mann, trotz wenig Übung, schnell bei gemeinsamen Fahrradtouren. Da musste für Samson ebenfalls eines her. „Ich würde Paaren unbedingt raten, gleich für jeden eines zu kaufen“, sagt Samson und lacht. Die Elektroräder würden von Autofahrern in ihrer Leistung zuweilen unterschätzt. Wer sich nach dem Kauf noch ein wenig unsicher mit dem E-Bike fühlt, der könne bei der Verkehrswacht Dillingen oder der Bayerischen Landesverkehrswacht kostenlose Kurse besuchen.

Den zahlreichen Zuschauern des E-Bike-Tages imponierten außerdem die Tricks des BMX-Profis Marco Thoma. Unterlegt von Adrenalin erzeugender Musik sprang er mühelos auf einem Hindernisparcours über die Kisten und auf die dünnen Metallschienen. Der Höhepunkt war aber sein Sprung über vier Freiwillige, die sich auf den Boden gelegt hatten. Nach einigen spöttischen Drohgebärden und der Aussage „Ein bisschen Schwund ist immer dabei“ übersprang der Profi sein „Hindernis“ souverän.

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