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14.11.2019

Gitarrenfestival stößt überall auf positive Resonanz

Der Finne Petteri Sariola, Shooting-Star der modernen Gitarrenszene, war diesmal Stargast beim Internationalen Gitarrenfestival in Wertingen.
Foto: Buk-Kluger

Das jährliche Ereignis in Wertingen wird in Presse und Rundfunk gewürdigt. Auch die Stadt zieht als Veranstalter eine Bilanz, die den Fortbestand des Festivals sichert

Überregionales Interesse und Medienreaktionen hat das 8. Internationale Gitarrenfestival, das vom 4. bis 6. Oktober in Wertingen stattfand, hervorgerufen. Neben Konzerten mit weltbekannten Künstlern und einem umfangreichen Workshopangebot sorgte das erstmals initiierte Kinder- und Jugendprojekt mit einem schulübergreifenden Aktionstag für Aufsehen. Beim Jugendprojekt beteiligten sich alle Wertinger Schulen – in Klassenräumen, Turnhallen und Schulaulen kamen sich Gitarrenkünstler und andere professionelle Musiker, Gitarrenbauer und Schüler näher. Dabei galt es, die Gitarrenmusik in all ihren Facetten mit allen Sinnen zu erleben und selbst aktiv zu werden. Das Ziel des Wertinger Gitarrenvereins, Kinder und Jugendliche zu fördern, wurde vom Bayerischen Kulturfonds besonders gewürdigt – er unterstützte erstmals die Jugendinitiative des Festivals.

Wer den Aktionstag erlebte, der konnte sehen, mit welch großer Begeisterung Schüler sich daran beteiligten – angefangen vom Experimentieren mit Rhythmen und Klängen über das Bauen eines Instruments mit einem Gitarrenbauer bis zum Leomobil aus Augsburg, das in der Grundschule die Kinder mit Leopold Mozart und seiner Musik bekannt machte. Gitarrenkonzerte zum Mitmachen für das junge Publikum gab es in den Schulen mit dem künstlerischen Leiter des Festivals, Johannes Tonio Kreusch aus München, mit dem Experten für brasilianische Gitarrenmusik, Ahmed Salamouny aus München und mit Michael Langer aus Wien, Professor für klassische Gitarre an der Universität Linz.

Die Gitarrenkünstler, die in der „langen Gitarrennacht“ in Wertingen konzertierten, gaben auch Workshops für Gitarristen – vom Anfänger bis zum Profi – die zum Wertinger Festival aus ganz Deutschland anreisten und sich als Wertinger Fangemeinde etabliert haben. Untergebracht im Schullandheim Bliensbach gab es unter Dozenten und Workshopteilnehmern einen ungezwungenen Austausch und Lehrstunden im Einzelspiel und im Ensemble. Dozent Paul Brändle – ein aufstrebender Wertinger Bluesgitarrist – gab Teilnehmern einen Einblick in die Wurzeln des Blues und Jazz. Der Master-Absolvent im Fach Jazz-Gitarre der Musikhochschule München zeigte in einem Seminar, wo der Blues und auch der Jazz seine Ursprünge hatten und wie sich die Stile weiter entwickelt haben. Mit verschiedenen Gitarren und live gespielten Klangbeispielen, die für die Epochen typisch sind, konnten sich die Teilnehmer anschaulich in die 30er, 40er und 60er Jahre zurückversetzen. Zudem gab es auch die Möglichkeit zusammen mit den Dozenten zu musizieren und Tipps für das eigene Spiel zu bekommen.

Der Erfolg des Festivals, dem unter anderem der Bayerische Rundfunk einen Beitrag in seiner „Abendschau“ widmete, bestärkt Bürgermeister Willy Lehmeier darin, das Festival weiterhin zu unterstützen. Denn die Stadt greift als Veranstalter dem Gitarrenverein tatkräftig unter die Arme. Lehmeier zieht ein Fazit: „Die Mischung macht den Erfolg aus – auch im achten Jahr des Internationalen Gitarrenfestivals mit Workshops und Schülerkonzerten und mit der langen Gitarrennacht mit Michael Langer, Petteri Sariola, Johannes Tonio Kreusch und zum Finale Liying Zhu sowie einem beeindruckenden Teilnehmerkonzert. Kinder und Jugendliche an Gitarrenmusik heranzuführen, Interesse zu wecken und die Präsenz von Top-Gitarristen zu erleben, dieses gesteckte Ziel wurde im Zusammenspiel mit den Wertinger Schulen überzeugend erreicht.“ Deshalb werde bereits heute schon unter der musikalischen Leitung von Johannes Tonio Kreusch am neuen Programm für 2020 gearbeitet, schaut Lehmeier voraus.

Bärbel Schoen, Vorsitzende des „Fördervereins Gitarrenfestival“ und Initiatorin des Festivals, ist bereits jetzt für das Ereignis in 2020 an vielen Stellen unterwegs. Dabei hofft sie wieder auf Unterstützung von Sponsoren, unter anderem den Lechwerken, die dem Festival seit Jahren finanziell unter die Arme greifen. Die Unterstützung von Johannes Tonio Kreusch ist ihr gewiss. Der künstlerische Leiter des Festivals schafft es jedes Jahr, dank seiner weltweiten gitarristischen Verbindungen, namhafte Künstler nach Wertingen zu engagieren. Für 2020 gibt es einen besonderen Gast, der die Wertinger schon einmal begeisterte: Maximo Djego Pujol, argentinischer Weltklasse-Gitarrist, kommt voraussichtlich wieder in die Zusamstadt. (wz)

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