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Goldschakal trifft Rehbock

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Kommentar Von Hertha Stauch
07.06.2019

Tierische Besucher in Wertingen? Wie es denen wohl hier gefällt...

Der Goldschakal ist nicht dumm. Seit Monaten streift er wie ein einsamer Wolf im Donauried umher, hebt seine sensible Nase in die Luft und nimmt Witterung auf. Er weiß nicht genau, was er sucht: Nahrung, Artgenossen, Wildnis? Da, aus dem Süden strömt ein süßer Duft herüber, der ungeahnte Verlockungen verspricht. Sein unverfälschter Instinkt ist es, der ihn hinübertreibt ins Zusamtal. Er duckt sich und robbt vorsichtig durch den steilen Stadtwald, der das Ried begrenzt. Der Duft wird stärker, die Nasenflügel beben. Mit scharfem Blick späht der Fremdling hinüber zur Siedlung hinter den Getreidefeldern. Was er nicht weiß: Er befindet sich schon mitten im Speckgürtel von Wertingen.

Die Eindringlinge lassen es sich gut gehen

Der Eindringling bekommt eine Ahnung vom süßen Leben im Marienfeld am Stadtrand, von schattigen Gärten, von Wildblumen und Prachtstauden. Er spitzt die Ohren und hört entspanntes Geplapper und Geklapper. Was das Tier nicht wissen kann: Es sind Menschen, die den Frühling auf der Terrasse genießen. Sie decken den Tisch für ein lauschiges Kaffeestündchen und lassen es sich gut gehen. Der Goldschakal bleibt in Deckung und wartet. Er weiß, wann seine Zeit gekommen ist. Irgendwann wird es still hinter Zäunen und Büschen. Der Schakal huscht hinüber auf der Suche nach Küchenresten. Er hat gelernt, in menschlicher Umgebung neben seiner eigentlichen Nahrung – kleinen Beutetieren – auch anderes Wohlschmeckendes zu verzehren. So schaut er sich um auf der Terrasse im Wertinger Marienfeld …

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Doch horch, was ist das? Ein lange ersehnter Artgenosse vielleicht, der dem einsamen Schakal Gesellschaft leisten könnte? Vorsicht, schlauer Zuwanderer! Ein stämmiger Bursche trabt da hoch erhobenen Hauptes durch die grüne Gegend. Er trägt ein seltsames Ding auf dem stolzen Kopf und macht sich – für den Schakal befremdlich – über ein Rosenbeet her. Das ist dem Eindringling nun doch zu viel. Schwupps – nichts wie weg, hinaus wieder ins Donauried! Lieber einsam und hungrig in der Weite, als vollgefuttert im Speckgürtel.…

Lesen Sie den ursprünglichen Artikel: Rehbock und Goldschakal lieben das Marienfeld

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