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Kirche

14.02.2015

„Gott hilft beim Puzzle des Lebens!“

Pfarrer Klaus Ammich mit dem „Lebens-Puzzle“ im Altarraum.
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Pfarrer Klaus Ammich mit dem „Lebens-Puzzle“ im Altarraum.

Gläubige bei der Valentinsandacht in Unterthürheim

Mit einem Stück fängt es an, nach und nach kommen mehr dazu. Dann der Tag, als man den Lebenspartner kennenlernt, der sein eigenes Puzzle mit in die Beziehung bringt. Und schon entsteht ein großes, neues, an dem man gemeinsam baut, mit vielen neuen Puzzleteilen. „Ist es nicht schön, zu spüren, wie so manches sich ans andere gefügt hat im Lebenspuzzle“, meinte Pfarrer Klaus Ammich.

Er war sichtlich erfreut über die große Zahl von Gläubigen, die sich zur Valentinsandacht in der Pfarrkirche Maria Hilf eingefunden hatten und begrüßte herzlich „Verliebte, Verlobte, Verheiratete…und hoffentlich auch Verheiratete, die verliebt sind“. Es seien viele Teile, die sich zu einem Lebenspuzzle zusammen fügen. Wünsche und Träume, Schule und Beruf. „Sie alle kommen als Puzzlestück zum gemeinsamen Leben dazu“, so Ammich. Die Hochzeit sei ein großes Teil, das dem Paar lange in Erinnerung bleibe. „Ich hoffe, Sie erinnern sich noch mit Freude an den Tag“, sagte der Pfarrer, „viele wissen noch alles davon, welches Wetter, auch die Pannen, ohne die kaum eine Hochzeit abgeht und über die man meist erst später herzlich lachen kann.“

Für den Seelsorger beeindruckend nach seinen Worten ist auch, dass sich bei Jubelpaaren der Goldenen oder gar Diamantenen Hochzeit alle noch ganz genau an den Tag des Kennenlernens, den Beginn der Liebe erinnern können. Andrea Lang reichte ihm das nächste Puzzlestück, das mit ‚Freizeit’ beschriftet war. „Auch das gehört zur Partnerschaft, auch, mal frei vom Partner zu sein“, sprach Pfarrer Ammich, „aber auch wichtig ist Freizeit, die man mit dem Partner verbringt, ein gemeinsames Hobby.“ Vielleicht habe man sich gerade da kennengelernt.

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Immer wieder während der Andacht lächeln die Gläubigen, erinnern sich an ihr eigenes Lebenspuzzle. Ruhig ist es hingegen, als der Pfarrer von Schicksalsschlägen spricht. „Sie gehören zu jeder Partnerschaft dazu. Man freut sich nicht darüber, aber sie prägen eine Partnerschaft“, verdeutlichte Klaus Ammich, „dadurch kann ein intensiverer Zusammenhalt geschaffen werden und man geht gestärkt daraus hervor.“

Kinder, ein weiterer Lebensbaustein. „Das wünschen sich die meisten, doch nicht alle bekommen diesen Wunsch erfüllt.“ Es sei ein schwieriges Teil, denn es verlange viel Anpassungsfähigkeit und an dieser Aufgabe zerbrächen Paare. Familie? „Freunde kann man sich aussuchen, die Verwandtschaft nicht, heißt es“, zitierte der Pfarrer, „aber man muss sie hinein nehmen ins Puzzle des Lebens, und die Familie verändert sich ja auch ständig.“ Kinder gehen aus dem Haus, plötzlich brauchen die Großeltern selbst Hilfe, statt zu helfen…. Und wo hat der Glaube Platz in unserem Lebenspuzzle? „Welche Rolle spielt er in einer Beziehung?“, fragte Ammich, „es ist oft schwierig, ihn zu integrieren. Wenn ein Partner nicht gläubig ist, es ihm nicht wichtig ist, vielleicht gar spottet.“

Glaube könne aber Familien zusammenführen, stärken durch ein gemeinsames Gebet. „Einfach zu wissen: Gott, auf dich dürfen wir vertrauen.“ Man wisse nicht, welche Steine das eigene Lebenspuzzle noch dazu bekomme. „Es kommen auch Puzzleteile, die wir nicht haben wollen, die wir wegwerfen oder in der Zusam versenken möchten“, gab Ammich zu bedenken, „Zeiten, wo wir denken: Gott, ich mag nicht mehr. Aber selbst dann wissen wir, ER führt uns, ER geleitet uns, ER nimmt uns an der Hand.“ Gott helfe, das Puzzle des Lebens zu bauen. „Schauen Sie zurück, auf das, was bisher schon geklappt hat, es ist spürbar, wie merkwürdig sich manches zusammen gefügt hat, schöne Steine, manchmal auch nicht so gute“, ermutigte der Pfarrer und erinnerte: „Wenn Gott uns bisher beim Puzzeln geholfen hat, warum sollte er es nicht weiter tun?“ (wela)

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