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Einweihung

02.07.2018

Großer Tag für die Feuerwehr Villenbach

Im Beisein von Landrat Leo Schrell, den Landtagsabgeordneten Georg Winter und Johann Häusler, Kreisbrandrat Frank Schmidt und den Fahnenabordnungen der Nachbarwehren spendete Pater Biju den Segen für das neue Gerätehaus und die Menschen, die künftig dort aus und ein gehen werden.
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Im Beisein von Landrat Leo Schrell, den Landtagsabgeordneten Georg Winter und Johann Häusler, Kreisbrandrat Frank Schmidt und den Fahnenabordnungen der Nachbarwehren spendete Pater Biju den Segen für das neue Gerätehaus und die Menschen, die künftig dort aus und ein gehen werden.

Gestern wurde der Neubau des Gerätehauses mit der Segnung offiziell in Betrieb genommen. Festredner loben Einsatzbereitschaft und freuen sich über das gelungene Projekt

Jürgen Meier, Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Villenbach, war an diesem Sonntagnachmittag ein gut gelaunter Gastgeber. Zu Recht, denn mit der Einweihung des neuen Gerätehauses in der Ortsmitte gehen viele Jahre Planung glücklich zu Ende. „Wir freuen uns sehr, solch ein tolles Haus zu haben“, betonte er und bedankte sich bei Bürgermeister und Gemeinderat, aber auch bei den Kameraden, die mit 2300 Stunden Eigenleistung tatkräftig zum Gelingen der Baumaßnahme beigetragen haben.

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Werner Filbrich erinnerte, dass vor genau drei Jahren und zwei Tagen der Gemeinderat den Neubau beschlossen habe. Damals habe man erkannt, dass die Wehr mit dem alten Haus nicht mehr zukunftsfähig war. Durch die immense Eigenleistung der 52 Helfer habe man der Gemeinde viel Geld eingespart. Filbrich anerkannte nicht nur diesen Arbeitseinsatz. „Unseren herzlichen Dank an die Feuerwehr, dass ihr euch für die Mitbürger einsetzt, wenn’s irgendwo brennt“, sagte er den Gästen, die im und um das Feuerwehrhaus herum feierten.

Landrat Leo Schrell betonte die Wichtigkeit der Freiwilligen Feuerwehren. Im Landkreis Dillingen gebe es 96 davon, plus drei Werksfeuerwehren. Im Vergleich dazu: „In ganz Deutschland haben wir 100 Berufsfeuerwehren, das zeigt doch deutlich, wer das eigentliche Rückgrat ist bei Brandschutz, technischer Hilfeleistung und Katastrophenschutz“, so der Landrat. Die Freiwillige Feuerwehr Villenbach sei ein Paradebeispiel dafür, was Leistungsfähigkeit, Kameradschaft und Zusammenhalt angehe.

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Auch das sei etwas, was den ländlichen Raum ausmache: „In Ballungszentren käme bei der Berufsfeuerwehr sicher keiner auf die Idee, freiwillig 2300 Arbeitsstunden einzubringen.“ Er sprach den Feuerwehrleuten im Namen des Landkreises Glückwünsche zur neuen Heimat und den Dank für den beispielhaften Einsatz für die Gemeinschaft aus.

Landtagsabgeordneter Georg Winter beglückwünschte Villenbach zur neuen Dorfmitte, die nach dem Neubau des Kindergartens, der Umgestaltung der Bank zum Rathaus und nun der Errichtung dieses Feuerwehrhauses nun fertig sei. „Es zeigt deutlich: Wenn man etwas anfängt und nach und nach die verschiedenen Projekte abarbeitet, kommt man zum Ziel“, sagte er. Viel sei in den vergangenen Jahren umgesetzt worden, jetzt wünsche er den Rischgauern noch einen Radweg und den Hausenern eine gute Dorferneuerung. „Wenn ihr so weitermacht, seid ihr ein Dorf mit Zukunft!“ Landtagsabgeordneter Johann Häusler nannte diesen Sonntag einen „großen Tag für Villenbach und seine Ortsteile“. Seiner Meinung nach ist die Freiwilligen Feuerwehr die nachhaltigste Bürgerinitiative, weil sie keinem Selbstzweck folge.

Die Feuerwehrfamilie umfasse dabei nicht nur Aktive und Passive: Auch die Familien, Bürgermeister und Gemeinderat gehörten dazu. „So entsteht Zusammenhalt.“ Die Umsetzung des Neubaus sei eine großartige Geschichte. „Ohne das Ehrenamt wäre vieles auch hier nicht möglich gewesen“, lobte Häusler. Für Kreisbrandrat Frank Schmidt ist mit diesem Neubau ein großer Wunsch in Erfüllung gegangen. „Ich hätte nicht erwartet, dass ich das in meiner Amtszeit noch erlebe“, räumte er ehrlich ein. Villenbach habe bei seinem Amtsantritt wohl das schlechteste Gerätehaus im Landkreis gehabt. Nun sei die Wehr für die Herausforderungen gewappnet.

Er erinnerte daran, dass die Feuerwehren davon lebten, dass sich Mitbürger einbringen, deswegen sei die Nachwuchsgewinnung so immens wichtig. „Hilfe fällt nicht einfach so vom Himmel. Wenn wir gerufen werden bei Notfällen, kommt die Hilfe von Mitbürgern.“

Alle Festredner wünschten der Feuerwehr wenige Einsätze, gute Kameradschaft und glückliche Stunden im neuen Floriansstübchen. Darüber freut sich auch der Vorsitzende. „Endlich können wir nach Übungen auch noch ein wenig zusammensitzen“, sagte Meier, „da hat uns bisher etwas gefehlt.“ Zu Beginn hatte Pater Biju nach der feierlichen Messe die neuen Räumlichkeiten und die Feuerwehrleute gesegnet. „Es gehen hier Menschen ein und aus und füllen das Gebäude mit Leben“, so der Geistliche. Auch er wünschte den Floriansjüngern Gottes Segen bei den Einsätzen und dass alle wieder gesund heimkommen.

Viele Bilder von der Einweihung bei uns unter www.wertinger-zeitung.de

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