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Dillingen

19.03.2017

Handgemachte musikalische Feinkost

Maria Cristina Hurtado & Band lieferten bei der Songwriters’ Night im Chili einen starken Auftritt. Neben der kolumbianischen Songwriterin aus Höchstädt begeisterte die Hörer das geniale Spiel von Christian Kempter am Xylofon.

Die Songwriters’ Night von Robert Christa in der Kunst- und Kulturkneipe Chili hat beim Publikum Kultstatus erreicht. Die Hörer bekommen bei der zehnten Auflage viel geboten

Ein junges, doch beachtenswertes Jubiläum hat Robert Christa am Samstagabend mit seiner zehnten Songwriters’ Night in der Kunst- und Kulturkneipe Chili in Dillingen gefeiert. Beachtenswert deshalb, weil es ihm immer wieder gelingt, dem anspruchsvollen Publikum kreative Musiker vorzustellen, die abseits von kommerziellem Druck ihre selbst geschriebenen Songs spielen.

Dabei bleibt Christa auf der Suche nach den musikalischen Talenten nicht nur in der Region, sondern schaut auch über den Tellerrand. So machte Katrin Göhringer aus Mannheim bei der Jubiläumsveranstaltung den Anfang und überzeugte die knapp 100 Besucher mit ihrer charismatischen und äußerst variablen Stimme. In ihren Texten prallten Melancholie, Trotz und Zorn aufeinander. Über einen Schuss meditativer Finesse verfügen die englischen Texte der 20-jährigen Ronja Lunz aus Leipheim, die an diesem Abend von ihren „Friends“ Tabiata und Georg begleitet wird. Dabei setzt sie ihre meist spirituellen Gesangstexte in klare melodieorientierte Strukturen. Den zeitgemäßen Rahmen ihrer Musik, eine Stilvielfalt zwischen Gebeten, Weltschmerz und Ewigkeit, begleitet sie mit abwechselnd temperamentvollem und weichem Gitarren- oder Ukulelesound sowie am Piano. Der Einfluss von amerikanischer Folkmusic ist dabei unverkennbar.

Rockiger wird es beim Auftritt von Lyn Conary aus Günzburg, die vom Gitarristen Elmar Herckmann und am E-Piano von Robert Christa begleitet wird. Ihre „Dark“-Texte verpackt Conary mit ihrer kräftigen, angenehmen Stimme in eingängige Melodien mit kraftvollem E-Gitarren-Sound, eingemischten Synthie-Klängen und gefühlvollen Klavierballaden. Dabei erinnert sie in ihrem Hang zur „Dark Fantasy“ ein wenig an den King of Pop Michael Jackson. Ihre Songs sprechen jedoch eine eigene Sprache.

Ein vollkommen anderes Musikerlebnis präsentiert nach der Pause die Höchstädter Kolumbianerin Maria Cristina Hurtado mit ihrer Band. Sie verbindet spanische und südamerikanische Musikkulturen, wobei durch das geniale Xylofonspiel von Christian Kempter die Einflüsse von Latin-Jazz unüberhörbar waren. Trotz der Latin-Melancholie in ihren Texten begeistert die Sängerin durch ihr Temperament, was immer an den richtigen Stellen in ihren Liedern zum Ausdruck kommt. Von Temperament, Freude und der Liebe zur Musik zeugt der Auftritt der Augsburger Band Attila & Friends. In die heiteren Melodien des Bluegrass mischen sich die unterschiedlichsten Einflüsse, die der aus Budapest stammende Attila durch seine ausgedehnten Reisen quer durch Europa erfahren hat. Melodisch, dynamisch, manchmal melancholisch – mithilfe von Gitarre, Banjo, Geige, Kontrabass und mehrstimmigem Gesang.

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