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29.06.2009

Hohenreichens Kapellenlinde wird beargwöhnt

Hohenreichen Ist die unter Naturschutz stehende Linde neben der Schlosskapelle St. Georg in Hohen- reichen krank? Derzeit ist ein Baumexperte mit einer Untersuchung beauftragt. Die WZ-Leserin Sonja Endres aus Hohenreichen hatte im März 2009 einen "besorgniserregenden Schaden" an diesem Baum entdeckt. Wie sie der WZ mitteilte, zog sich ein dünner Riss in einem der drei Hauptäste bis hinunter in den mächtigen Stamm. Sonja Endres versicherte der WZ, dass der Riss in der letzten Zeit noch größer geworden sei, dass der Hauptast bereits in zwei Teile geborsten sei und sie einen tiefen Einriss im Stamm entdeckt habe.

Bereits zwei Ortstermine

Bereits im Frühjahr waren auf die Information von Sonja Endres hin der Wertinger Stadtrat und Naturschutzreferent Ludwig Klingler, die Stadträtin Cilli Wiedemann und Manfred Herian, der Kreisfachberater des Dillinger Landkreises, vor Ort. Klingler berichtete kürzlich gegenüber der Wertinger Zeitung, dass man den Baum bereits im Jahr 2008 einmal angesehen habe. Damals wurde nichts Bemerkenswertes festgestellt.

Heuer nun entdeckten Herian und Klingler am Stamm der Linde einen Pilzbefall. "Das deutet darauf hin, dass der Baum in seiner Vitalität eingeschränkt sein könnte", so Klingler. "Das muss untersucht werden." Herian meinte zur WZ, dass der Baum früher einmal unfachmännisch ausgeschnitten worden sei. Große Äste seien abgesägt worden. "Da besteht dann immer die Gefahr, dass Holz zerstörende Pilze in den Stamm eindringen können", so Herian.

Hohenreichens Kapellenlinde wird beargwöhnt

Laut Klingler wird ein Baum-Fachmann nun zuerst einmal herausbekommen müssen, ob der Baum tatsächlich krank ist: "Der muss da raufsteigen und nachsehen, ob der Stamm innen hohl ist", so Klingler.

Bei Gefahr sofort eingreifen

Falls Gefahr im Verzug ist, dann wird der Baumexperte Anfang laut Herian sofort handeln. Falls er aber krank ist, dann geht es um einen Kostenvoranschlag.

Solche Baumsanierungen können mitunter Tausende von Euros kosten. Da es sich bei der Hohenreicher Linde um ein in der Liste des Landkreises aufgeführtes Naturdenkmal handelt, würden die anfallenden Sanierungskosten zu gleichen Teilen von der Stadt Wertingen und dem Landratsamt getragen.

Sonja Endres hatte - wie sie der WZ mitteilte - kürzlich alarmiert, dass sie am Baum eine "massive Verschlechterung" feststellen musste.

Klingler versicherte im Gespräch mit der WZ: "Unsere Bäume sind uns viel wert und auch teuer!" Der Wertinger Naturschutzreferent argumentierte auch, es sei nicht so, dass man sich um die Problematik in Hohenreichen nicht kümmere, aber der Baum stehe an einem Standort, der niemanden gefährde. "Es ist sehr unwahrscheinlich, dass da ein Mensch an dieser Stelle zu Schaden kommt", so Klingler: "Wir sind aber dran, wir kümmern uns!"

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