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Haushalt

17.04.2015

In Laugna wächst der Schuldenberg

Abwasser, Straßenbau und Dorferneuerung kosten Geld. Die Gemeinde Laugna veranschlagt 1,82 Millionen Euro an Investitionen für das Jahr 2016. Bürgermeisterster wägt ab, was zu schieben ist

Die Stellschrauben für die Jahre 2015 und 2016 sind größtenteils gedreht. Im Haushalt der Gemeinde Laugna, der einstimmig beschlossen wurde, können noch kleine Posten verändert werden. Doch die notwendigen Investitionen kosten Geld. Die Schlussrechnung der Wirtsgasse in Laugna mit 122000 Euro muss beglichen werden. Auch die Bauarbeiten zur Abwasserbeseitigung an der Ortsdurchfahrt Bocksberg sind zu bezahlen. Diese starten am kommenden Montag und schlagen mit 580000 Euro zu Buche bei den Investitionen, deren Summe sich 2015 auf 1,19 Millionen Euro beläuft.

2016 muss ein Darlehen für die Baugrundstücke am Baugebiet „Am Sonnenhang“ in Osterbuch abgelöst werden, für die Ortsdurchfahrt Bocksberg müssen weitere 543000 Euro vorgeplant werden, 155000 Euro werden für Straßenbeleuchtung erwartet. 100000 Euro sind für die Arbeiten in der Tal- und Kanalstraße im Zuge der Dorferneuerung eingeplant. Und so manches mehr führt zu insgesamt 1,82 Millionen Euro an notwendigen Investitionen im Jahr 2016. „Wir werden genau abwägen, was wir durchführen und was wir schieben können“, war das Fazit von Bürgermeister Johann Gebele und seinen Räten während der Gemeinderatssitzung am vergangenen Mittwoch.

Der Vermögenshaushalt der Gemeinde Laugna, in dem diese Investitionen zu Buche schlagen, beläuft sich im Jahr 2015 auf 1514000 Euro. Eine Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt würde helfen. Doch wie schon im vorigen Jahr muss auch 2015 die Zuführung entgegengesetzt mit 179000 Euro in den Verwaltungshaushalt fließen, 2246000 Euro.

Eigentlich sei das Ziel im Haushalt einer Gemeinde, wie Kämmerin Angelika Hefele von der VG Wertingen erklärte, dass sich der Verwaltungshaushalt selbst trägt und auch die Tilgung der bestehenden Kredite daraus geleistet werden. Dies ist aber auch in den kommenden Jahren nicht zu erwarten. So wird die Gesamtverschuldung weiter steigen, die Ende 2015 mit 2,504 Millionen Euro im Plan steht (Pro-Kopf-Verschuldung 1626,20 Euro).

Die Einnahmen aus der Einkommenssteuer zeigen sich zwar stabil, hier werden 700000 Euro erwartet, entsprechend des Vorjahres. So erfreulich gute Gewerbesteuereinnahmen sind (2013: 292795 Euro), zwei Jahre später wird aus diesen die Kreisumlage gebildet. So muss 2015 ein Betrag von 605000 Euro an den Landkreis Dillingen abgeführt werden. Auch das Wasserrecht schlägt dieses Jahr mit 50000 Euro zu Buche.

Zumindest drei Bereiche sollten im Verwaltungshaushalt ausgeglichen sein, erklärte Hefele. Bei der Abwasserversorgung hat die Gemeinde die Gebühren bereits angepasst. Die Friedhofsgebühren werden Mitte des Jahres nochmals auf der Tagesordnung der Gemeinde stehen. Und der Kindergarten ist der dritte Bereich, der angeschaut werden müsse.

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