Newsticker

USA: Fünf Millionen gemeldete Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie
  1. Startseite
  2. Lokales (Wertingen)
  3. In Villenbach ist ein Mehrfamilienhaus geplant

Sitzung

20.02.2020

In Villenbach ist ein Mehrfamilienhaus geplant

Diskussionen gibt es bei einem anderen Bauantrag über eine Mauer und eine Auffüllfläche

An der Rischgauer Straße in Villenbach soll ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohnungen entstehen. Dazu sind neun Garagen geplant und zusätzlich vier Stellplätze vor den Garagen. Das Gebäude soll weiter von der Straße entfernt stehen als das bisher noch stehende Bauernhaus mit Stall und Stadel. Diese Gebäude sollen abgerissen werden, um Platz für das neue Anwesen zu schaffen. Bürgermeister Werner Filbrich bezeichnete die Planungen in der Gemeinderatssitzung als gut, weil so die Entwicklung innerorts gestärkt werde. „Wenn man im Dorf so etwas umsetzen kann, muss es nicht im Neubaugebiet stehen“, sagte Filbrich.

Der Rathauschef zeigte sich auch erfreut, dass mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrzeuge vorgesehen sind, als laut Stellplatzverordnung ausgewiesen werden müssten. Im Flächennutzungsplan ist der Bereich als Dorfgebiet ausgewiesen, einen Bebauungsplan und eine eigene Stellplatzsatzung gibt es nicht. Bei der Höhe des Mehrfamilienhauses mit Keller, Erdgeschoss, erstem und zweitem Obergeschoss sowie dem Dachgeschoss mit Gauben hätten sich die Antragsteller am bestehenden Stadel orientiert, informierte Filbrich. Er erläuterte die Anmerkungen des Bauamts der Verwaltungsgemeinschaft zum Plan: Wünschenswert wäre, dass das Dach mit roten, braunen oder grauen Ziegel- oder Betondachsteinen eingedeckt wird. Und aufgrund der „Riesen-Dachfläche“ sollte ein Regenwassersickerschacht auf dem Grundstück eingerichtet werden.

Beim zweiten Bauantrag – dem Bau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage am Ahornweg – war das große Gefälle auf dem betreffenden Grundstück Thema. Über drei Meter sind es bei einer Länge von 19,50 Metern. Eine gerade Fläche soll durch eine mehr als 2,60 Meter hohe Mauer mit Natursteinblöcken geschaffen werden. Die soll aber wesentlich breiter sein als das geplante Einfamilienhaus samt Doppelgarage. Dies sieht die Bauverwaltung kritisch, auch weil damit die maximal zulässige versiegelte Fläche überschritten wird.

In Villenbach ist ein Mehrfamilienhaus geplant

Da die Nachbarn unterschrieben haben, stimmten die Ratsmitglieder sämtlichen Befreiungen zu: der vergrößerten Auffüllfläche, der Mauer im Süden, der Mauer an der Einfahrt und den zu geringen Abstandsflächen. Filbrich stimmte dagegen, mit der Auffüllfläche die Hausbreite zu überschreiten. Außerdem wies er darauf hin, dass die Nachbarn, die vorher gebaut haben, keine so hohe Mauer errichten durften. Die Räte argumentierten hingegen, dass auch bei deren Vorhaben die Pläne so genehmigt wurden, wie beantragt.

Der Beschluss über eine Bauvoranfrage im Ortsteil Riedsend wurde vertagt, um abzuklären, ob ein Bebauungsplan notwendig ist. Hier sollen eine Gewerbehalle, ein Reihenhaus mit vier Wohneinheiten für Ferien- oder Mietshäuser und vier Wohnmobilstellplätze entstehen.

Um das Gutachten für die Sanierung der Pfarrkirche in Villenbach in Höhe von 21261 Euro zu bezahlen, bekommt die Kirchenverwaltung die üblichen acht Prozent Zuschuss: 1700 Euro. Die Kosten hat kürzlich die bischöfliche Finanzkammer mitgeteilt.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren