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Laugna

29.06.2020

In diese Projekte steckt Laugna Geld

Auch in Laugna macht sich die Krise bei den Finanzen bemerkbar.
Bild:  Konrad Friedrich

Plus Für das Bau- und Gewerbegebiet „Südlich der Hettlinger Straße“ braucht die Gemeinde viel Geld. Auch in Hinterbuch und Modelshausen soll gebaut werden.

Die Gemeinde Laugna investiert weiter und braucht auch dieses Jahr keinen Kredit, um die Ausgaben zu stemmen. Das Bau- und Gewerbegebiet südlich der Hettlinger Straße ist der größte Posten im Investitionsplan der Gemeinde. 775000 Euro kostet die Abwasserbeseitigung, immerhin wird hier auch ein Regenrückhaltebecken gebaut. Für den Straßenbau sind noch 200000 Euro einberechnet, im nächsten Jahr werden noch einmal 500000 Euro gebraucht.

Ob das dann ohne Kreditaufnahme abgehen wird, kommt auf. Denn, wie VG-Kämmerin Maria Reiber erklärte: „Manche Maßnahmen werden möglicherweise aufgeschoben und Einnahmen aus Grundstücksverkäufen können dazukommen.“ 455000 Euro sind für die Internetversorgung in Modelshausen und Hinterbuch eingeplant. Hier helfen 380000 Euro Zuschuss vom Staat, die Kosten zu stemmen. Abgeschlossen wird derzeit die Erschließung von zwei Baugebieten. 190000 Euro kostet der Kanal im Ulrichsfeld III, der Straßenbau weitere 170000 Euro. Im Wiesenfeld III sind 10000 Euro für die Abwasserbeseitigung und 20000 Euro für den Straßenbau zu bezahlen. Dazu kommen noch 90000 Euro für die Straßenbeleuchtung in den drei genannten Gebieten. Eine Tragkraftspritze für die Feuerwehr Osterbuch, der Anbau eines Lagerraums ans Bocksberger Feuerwehrhaus, die Investitionsumlage für die energetische Sanierung der Mittelschule, Zuschüsse für die Sanierung der Kirchen in Laugna und Osterbuch, der dritte Teil des Umbaus des Laugnaer Friedhofs, weitere Kanalanschlüsse und kleinere Straßenbaumaßnahmen und noch einiges mehr steht im Haushaltsplan - insgesamt braucht Laugna für die Investitionen 2,154 Millionen Euro. Dazu kommt die Tilgung der Darlehen in Höhe von 178000 Euro, die durch Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt gedeckt ist. Aus der allgemeinen Rücklage können 356000 Euro entnommen werden, außerdem nimmt die Gemeinde bei Grundstücksverkäufen voraussichtlich 500000 Euro ein. Und Laugna bekommt rund 1,272 Millionen Euro Zuschüsse, Erschließungs- und Kanalherstellungsbeiträge. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt Ende 2020 bei 1590 Bürgern voraussichtlich bei 1343,54 Euro. 2,136 Millionen Euro sind es insgesamt. Als Rücklage sind noch 331000 Euro in Reserve.

Corona hinterlässt in Laugna Spuren bei der Einkommenssteuer

Im Verwaltungshaushalt rechnet die Gemeinde dieses Jahr aufgrund von Corona beim Einkommensteueranteil nur mit 80 Prozent der angekündigten Summe. Bei der Gewerbesteuer ist dieselbe Summe wie im Jahr zuvor eingeplant. 2019 waren es laut dem vorläufigen Ergebnis dann doch 200000 Euro mehr. Doch die Kämmerin bleibt dabei. Kommt mehr Gewerbesteuer in die Kasse, können andere fehlende Einnahmen oder unvorhergesehene Ausgaben ausgeglichen werden. Unter anderem sind 162500 Euro Defizit beim Kindergarten zu erwarten, 115200 Euro gehen an die Grund- und Mittelschule als Umlage, die sich an den Schülerzahlen orientiert. Die Personalkosten sind gestiegen, weil eine Stelle mehr vorhanden ist.

In diese Projekte steckt Laugna Geld

Im Vorfeld erläuterte die Kämmerin die Jahresrechnungen 2017 und 2018, die inzwischen vom Rechnungsprüfungsausschuss abgesegnet wurden. Auch der Rat erteilte einstimmig die Entlastung.

Abwärmenutzung freut die Gemeinderäte

Weitere Themen, die in der Sitzung besprochen wurden:

Bürgermeister Johann Gebele freute sich, dass ein Laugnaer Landwirt die Anregung des Gemeinderats angenommen hat. Gebele erklärte bei der Ratssitzung am Montagabend: „Er nutzt nun die Abwärme.“ Alois Abt selbst erläuterte den Ratsmitgliedern, dass er damit die Auflagen der neuen Düngeverordnung erfüllen kann. Mit der Abwärme des Blockheizkraftwerks trocknet er künftig die Gärreste in seiner Biogasanlage am Sagfeld in Laugna. „5500 Kubikmeter Gärreste ergeben dann 4000 Tonnen getrocknete Ware.“ Er spart damit einen zusätzlichen Behälter, ist flexibler in der Ausbringungszeit und hat ein transportfähiges Produkt. Es bleibt ein organischer Dünger, ein leichtes Produkt in höherer Konzentration, das mit dem Düngestreuer auf die Felder gebracht werden kann. Abt sagt: „Das ist ein sinnvolles Verfahren, um die gesetzlichen Auflagen zu erfüllen.“ Im immissionsschutzrechtlichen Antrag, dem der Gemeinderat ohne Einwände zustimmt, geht es um den Neubau der Gärrestetrocknung. Bürgermeister Gebele erläuterte, dass es sich dabei um zwei fertige Container handelt. Außerdem wird eine landwirtschaftliche Halle mit einem Technikgebäude gebaut. Der Antrag wurde schon im Bauausschuss besprochen, so erläuterte Ratsmitglied Marion Bußmann weiter: „Der Landwirt muss einen Schutzwall bauen, um zu verhindern, dass Flüssigkeit im Havariefall die Fläche verlässt.“ Ein weiterer Bauantrag wurde genehmigt: Eine Scheune nahe der Staatsstraße 2036 darf erweitert werden. Da der Bauherr als Landwirt privilegiert ist, steht der Schaffung von zusätzlicher Lagerfläche nichts entgegen.

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