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Wertinger Grüne

23.04.2015

Interesse der Bevölkerung an einem Friedwald

Kreishaushalt 2015, Realschul-Baustelle und Forstbetriebsgemeinschaft als Themen

Der Wertinger Kreis- und Stadtrat Ludwig Klingler und das Wertinger Stadtratsmitglied Peter Hurler – beide von den Grünen – trafen sich kürzlich zu einem interkommunalen Themen- und Meinungsaustausch.

Klingler erläuterte laut einer Pressemitteilung den aus Sicht der grünen Kreistagsfraktion „schwierigen“ Kreishaushalt 2015. Insbesondere sprach er auch die hohe Verschuldung bei einem immensen Investitionsstau bezüglich der Kreisinfrastruktur an. „Dieser Investitionsstau müsste den Schulden hinzugerechnet werden.

Jede Investitionsverzögerung potenziere die Schuldenentwicklung des Landkreises im negativen Sinn über den Zeitablauf“, so der grüne Kreisrat. Die Finanzierungsmöglichkeiten des Kreises seien sehr eingeengt. Wenn die Kreisumlage nicht erhöht werden soll, müsse ein Sparkurs gefahren werden, der wiederum die Schuldenspirale über unterlassene Erhaltungs- und Ersatzinvestitionen anheize, führte Klingler weiter aus. Peter Hurler gab zu bedenken, dass unter anderem Ortsverbindungsstraßen nicht in solchem Ausmaß ausgebaut werden sollten. So werde eine anschließende Umwidmung in Kreisstraßen vermieden. Damit werden die heimische Natur und der Kreishaushalt entlastet.

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Maßnahmen an der Realschule sollen nochmals geprüft werden

Ein weiteres Thema waren die aktuell diskutierten Brandschutzmaßnahmen und das Sicherheitskonzept für die Anton-Rauch-Realschule Wertingen. Man habe großes Verständnis für die Erhaltung des ästhetisch eindrucksvollen Südgiebels des Gebäudes, der durch die sogenannte Variante 1 durch einen Aufzug- und Treppenturm beeinträchtigt würde.

Stadtrat Peter Hurler als ehemaliges aktives Mitglied der Wertinger Feuerwehr plädierte dafür, die zwar auch genehmigungsfähige Variante 2 (Kaskadentreppe an der Ostfassade und Aufzugsturm im Foyer-Innenhof) als „ nicht sicherheitsoptimal“ zu überdenken, auch im Hinblick auf die Inklusion.

Auch die weitere bautechnische Entwicklung des Realschulgebäudes infolge dieser Variante wurde thematisiert. „Wir haben den Eindruck, dass hier die Kommunikation zwischen Lehrerschaft und Schulleitung nicht optimiert wurde“, stimmte er mit Klingler überein. „Ich kann es mir nicht vorstellen, dass nun eine „zweitbeste“ Lösung für die Sicherheit von Schülern und Schülerinnen sowie für das Lehr- und Verwaltungspersonal realisiert wird und das auch noch mit bedeutend höheren Kosten“, kritisierte Hurler.

Waldflächen werden für Anlage eines Friedhofs geprüft

Zum Projekt „Ruhewald, Friedwald“ sei man wegen des steigenden Zuspruchs aus der Bevölkerung daran, geeignete Waldflächen und Modelle zu prüfen. Es läge auch schon ein konkreter Vorschlag eines Bürgers vor, dem man nachginge.

Parallel wollen die Wertinger Grünen die Prüfung von geeigneten Standorten auch auf die Landkreisebene ausdehnen. Stadtrat Klingler: „Wir sind hier auch mit Vertretern der örtlichen CSU und Bürgermeister Lehmeier in Kontakt“.

Abschließend sprach Klingler noch den Bericht der Forstbetriebsgemeinschaft Dillingen „Nützen statt Schützen“ an. „Waldnaturschutzgebiete sind nicht die Ursache für die Borkenkäferplage – das Gegenteil ist der Fall.“ „Stangerlholzäcker“ und Altersklassenwälder seien die volkswirtschaftlichen Pferdefüße einer nachhaltigen Forstwirtschaft. Und was die Vernichtung der Tropenwälder beträfe, richte sich die Nachfrage unserer Kosmetikindustrie auf Palmöl und die Nachfrage nach Tropenholz auf pilz- und bakterienresistente Hölzer. Das könne eine verfehlte kurzsichtige Waldbewirtschaftung nicht ersetzen. „Wir brauchen also in der Nordhemisphäre eine Waldwende“, stellte Klingler fest. (pm)

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