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Wertingen

27.11.2020

Jetzt gibt es in Wertingen den Städtle-Scheck

Ab 1. Dezember ist der Städtle-Scheck erhältlich. Mit dieser Aktion will die Wirtschaftsvereinigung die Geschäfte und Betriebe in Wertingen und Umgebung unterstützen.
Foto: Elli Höchstätter

Plus Mit dem Gutschein können die Bürger die Geschäfte und Betriebe in der Corona–Zeit unterstützen. Hans Moraw, der Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung erklärt, wie sich das Einkaufsverhalten geändert hat.

Ab Dezember gibt es in vielen Geschäften in Wertingen was Neues – den Städtle-Scheck. Das Besondere an diesem Gutschein ist, dass er in vielen verschiedenen Geschäften in der Zusamstadt eingelöst werden kann.

Die Idee für diesen Gutschein hatten die Verantwortlichen der Wirtschaftsvereinigung Wertingen und Umgebung (WV). Vorsitzender Hans Moraw erklärt, dass die WV ursprünglich im Advent das bekannte Gewinnspiel mit den Stempelkarten wie im Vorjahr starten wollte. Doch dann kam der „Teil-Lockdown“ der Bundesregierung. Ziel der Regierung ist es, Kontakte zu reduzieren. „Da wäre diese geplante Aktion kontraproduktiv. Wir würden die Leute aus dem Haus locken“, so Moraw. Deshalb habe sich der Vorstand der WV dazu entschlossen, diese Aktion auf Ostern zu verschieben und stattdessen die schon länger geplante Aktion mit dem Wertinger Städtle-Scheck vorzuziehen.

Eingelöst werden können die Städle-Schecks in allen Läden und Betrieben, die Mitglied bei der Wirtschaftsvereinigung sind

Wie die Sache mit diesen Schecks genau funktioniert, hat die WV in einer Mitteilung zusammengefasst. So kann dieser Scheck als Geschenk-Gutschein von Privatleuten und Firmen erworben werden – beispielsweise auch als Ersatz für eine ausgefallene Weihnachtsfeier. Eingelöst werden kann er in allen Läden und Betrieben, die Mitglied bei der Wirtschaftsvereinigung sind. Diese Geschäfte werden mit eigenen Plakaten darauf hinweisen, dass die Städle-Schecks bei ihnen willkommen sind. Laut Moraw gehören aktuell rund 105 Geschäfte und Unternehmen der Wirtschaftsvereinigung an.

Die Schecks gibt es in Stückelungen zu fünf, zehn, zwanzig und fünfzig Euro. Eine Teileinlösung ist nicht möglich. Laut Auskunft der WV ist es aber möglich, beispielsweise einen 50er Scheck in zwei 20er und einen 10er zu wechseln.

Extra für Firmen wird es auch einen Scheck in Höhe von 44 Euro geben. Dies ist die maximale Größe für den sogenannten „freiwillig sozialen Aufwand“, der lohnsteuerfrei ist. Die Verantwortlichen der Wirtschaftsgemeinschaft haben sogar von einer Steuerkanzlei die Abzugsfähigkeit als freiwillig sozialer Aufwand prüfen lassen. Die Schecks haben laut Auskunft der WV eine Gültigkeit von drei Jahren.

Gekauft werden können diese Schecks ab Dienstag, 1. Dezember, bei der Firma Gerblinger am Marktplatz in Wertingen oder bei Getränke Moraw beim Pavillon. Es gibt sie auch per Email bei Schatzmeister Andreas Klimesch wbb.klimesch@gmail.com.

Das Prinzip dahinter ist einfach: Die Geschäfte, die einen oder mehrere Schecks angenommen haben, stellen der WV-Wertingen eine Rechnung und bekommen den vollen Betrag erstattet. „Es entsteht – außer ein bisschen Arbeit – kein Nachteil“, so die Verantwortlichen der WV. Man wolle mit der Aktion der Wertinger Geschäftswelt helfen und Corona trotzen.

Läden und Betriebe in der Region Wertingen sind von der Pandemie ausgebremst worden

Denn die Läden und Betriebe seien von der Pandemie ausgebremst worden, berichtet der Vorsitzende Moraw. Vor allem die Absage der „Wertinger Nacht“ habe vielen Geschäften weh getan. Diese alljährliche Veranstaltung, die normalerweise im November stattfindet, habe stets viele Kundinnen und Kunden aus dem Umland angezogen. Hinzu komme, dass schon der Herbstmarkt wegen Corona nicht so gut gelaufen sei.

Moraw, der sich bei vielen Betrieben umgehört hat, erklärt: „Es gibt schon einige, die wegen der Pandemie Probleme bekommen haben.“ Vor allem diejenigen Firmen und Betriebe, die mit der Internetpräsenz noch nicht so viel Erfahrung hatten, hätten jetzt das Nachsehen. Moraw, der selbst ein Getränkecenter betreibt, ist davon überzeugt, dass allerdings die meisten Geschäfte, die „Essen und Trinken“ anbieten, von der Corona-Krise nicht so betroffen sind.

Der Grund: Diese Dinge werden nicht über das Internet bestellt. Problematischer stelle sich die Situation für die Gastronomie dar. Die Wirte hätte die Hygienekonzepte bestens umgesetzt und würden nun ausgebremst werden.

Moraw und einige seiner Kollegen in der WV haben ein verändertes Kaufverhalten bei den Kunden festgestellt. So würden diese vermehrt auf Qualität und Service achten. Moraw erklärt dies mit einem Beispiel. So würden nun in seinem Getränkecenter vermehrt teurere Säfte, oftmals auch in Bioqualität, sowie hochpreisige Weine gekauft. Seine Erklärung: Die Leute würden mehr Zeit zu Hause verbringen und sich dort auch mal etwas Gutes gönnen. Trotz all der Probleme, mit denen die Läden und Betriebe derzeit zu kämpfen haben, ist Moraw kein Betrieb im Raum Wertingen bekannt, der alleine aufgrund der Pandemie sein Geschäft aufgeben musste. (mit pm)

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