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Binswangen

12.12.2020

Jetzt kommen die Hundetoiletten für Binswangen

Auf dieser Streuobstwiese in Binswangen hinterlassen einige Hunde gerne ihre Häufchen. Damit die Lage besser wird, sollen nun testweise Hundetoiletten angeschafft werden. 
Bild: Dominik Bunk

Plus Die Luxusvariante für Bello und Co wird nicht angeschafft. Hundebesitzer werden nun angeschrieben

Binswangen Nachdem in der vorhergehenden Sitzung des Binswanger Gemeinderats beschlossen wurde, dass die Planung eines möglichen Vorgehens mit Hundetoiletten Ratsmitglied Horst Baltruschat überlassen wird, schritt dieser nun zur Tat. Am Dienstagabend stellte er den Antrag auf testweise Aufstellung von drei Hundetoiletten und die Prüfung der Hundesteuer. Dafür wäre geplant gewesen, ein Testangebot der LEW, welches drei Hundetoiletten mit Sensorensystem beinhaltet hätte, wahrzunehmen. Bei dieser „Luxusvariante“, wie sie Baltruschat und die anderen Ratsmitglieder nannten, wären Füllstand, Beutelstand und Ähnliches gemessen worden und die Zuständigen bei Problemen direkt per App benachrichtigt worden. Bei drei Toiletten für ein halbes Jahr wären für die Gemeinde rund 350 Euro angefallen, die eine Hälfte für die Miete bei der LEW, die andere für Kotbeutel und Abfallsäcke.

Ziel ist es, praktische Erfahrungen in Binswangen zu sammeln

Ziel dabei wäre es gewesen, praktische Erfahrungen mit Hundetoiletten zu sammeln, wie Baltruschat erklärte. „Dann kann man schauen, ob die Beutel wirklich in den Feldern landen“, meinte er. Die Sorge einiger Ratsmitglieder, dass die gefüllten Kotbeutel von den Hundebesitzern auf den Feldern der anliegenden Landwirte entsorgt würden, hätte damit entweder bestätigt oder entkräftet werden können. Auch hätte man herausfinden können, ob Hundehalter das Angebot annehmen und ob es einen Nutzen für die Sauberkeit, beispielsweise am Herdweg und der Streuobstwiese, gibt. Gemeinderätin Karoline Sailer bezweifelte allerdings, dass mit nur drei Hundetoiletten ein valides Ergebnis erzielt werden könne. Alexander Gumpp hatte den Antrag auf eine Umzäunung der Streuobstwiese zugunsten der Idee mit den Hundetoiletten in der vorhergehenden Sitzung zurückgezogen.

Er meinte, dass zu viel über den Grundsatz diskutiert werden würde, nach dem Test könne mit Erfahrungswerten als Grundlage diskutiert werden. Gemeindearbeiter Alexander Spiegler meinte, seine Kollegen aus Wertingen würden die geschlossenen Behälter, in denen der Hundekot von den Haltern entsorgt werden würde, für suboptimal halten. Gerade im Hinblick auf heiße Sommertage, an denen die Hinterlassenschaften während der Lagerung ihr volles Aroma entfalten, würde er offene Gitterkörbe bevorzugen. Außerdem müsse auch auf dem Dorfplatz unbedingt eine Station aufgestellt werden, da in dem Bereich unglaublich viele Häufchen gefunden würden.

Nun werden testweise Hundetoiletten in Binswangen angeschafft

Es wurde grob überschlagen, dass die Hundesteuer im Falle der Fortführung und Erweiterung der LEW-Variante auf fünf Hundetoiletten fast verdoppelt werden müsste. Das setzte sich zum einen aus den Kosten für die Miete mit rund 2400 Euro und Arbeitskosten der Gemeindearbeiter mit nochmals ungefähr dem gleichen Betrag jährlich zusammen. Zudem wurde mit rund 500 Euro für Kotbeutel und Abfallsäcke gerechnet. Ratsmitglied Helmut Reißler meinte, dass mindestens zehn Stationen nötig wären, „damit es flächendeckend Sinn macht“. Somit würden die Kosten, aufgeteilt auf die rund 100 Binswanger Hundebesitzer, weiter stark in die Höhe schießen.

Letztendlich wurde entschieden, dass die Gemeinde testweise selbst einige Hundetoiletten beschaffen und aufstellen wird: zwei davon auf jeden Fall am Herdweg und auf dem Dorfplatz. Die Binswanger Hundebesitzer sollen angeschrieben werden und können Vorschläge für Standorte machen. Im Falle eines positiven Testverlaufs sollen darauf folgend weitere Stationen aufgestellt werden, die tatsächlichen Mehrkosten sollen dann bei der Aktualisierung der Hundesteuer berücksichtigt werden.

Weg Ein Verbindungsweg zwischen Langenmantelstraße und Alemannenweg wurde zum beschränkt-öffentlichen Weg gewidmet. Dieser darf nur noch mit dem Rad oder zu Fuß benutzt werden.

Heimatbuch Ratsmitglied Thomas Wippel erklärte, dass bereits fünf Exemplare des neuen Heimatbuchs gedruckt worden wären. Das sei die letzte Korrekturfassung, im kommenden Jahr soll es dann für die Interessenten erhältlich sein.

Synagoge Beschlossen wurde außerdem, dass der behindertengerechte Umbau der Synagoge in die Dorferneuerung III aufgenommen wird, da diese ein wichtiges Kulturgut für die Gemeinde darstelle.

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