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Stadtkapelle

13.04.2015

Junge Zusamtaler als musikalische Botschafter in Frankreich

Die Schlossruine von Fère en Tardenois stand auf dem Besichtigungsprogramm der Frankreichreise des Vororchesters der Stadtkapelle Wertingen.
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Die Schlossruine von Fère en Tardenois stand auf dem Besichtigungsprogramm der Frankreichreise des Vororchesters der Stadtkapelle Wertingen.

Das Vororchester war zum vierten Mal in der Partnergemeinde Fère en Tardenois. Großes Erlebnis und viele Eindrücke in Reims, Paris und im Disneyland

Seit einigen Monaten liefen die Vorbereitungen für die große Konzertreise des Vororchesters der Stadtkapelle Wertingen auf Hochtouren. Die Dirigentin Karolina Wörle hatte alles bis ins kleinste Detail organisiert und mit Beginn der Osterferien war es dann so weit. Am Samstagmorgen wurden Getränke, Äpfel, Leberkäse, Kuchen und noch einiges mehr an Proviant in den Reisebus und das Begleitfahrzeug verladen. Außerdem kamen noch die ganzen Instrumente und Reisekoffer dazu. Zuletzt bestiegen 50 junge Musikerinnen und Musiker sowie elf Betreuer und die Dirigentin Karolina Wörle den Bus und das Begleitfahrzeug. Über Kaiserslautern, Saarbrücken und Metz ging es in die Stadt Reims, wo die Jugendherberge auf die Reisegruppe wartete. Nach dem Einchecken und Abendessen spazierten die Musiker noch zur berühmten Kathedrale, und der Anblick des hell erleuchteten Bauwerks entlockte so manchem einem ein fasziniertes „Wow“. Zufrieden und glücklich fielen die jungen Weltenbummler nach der Rückkehr in die Herberge in ihre Betten.

Am Sonntag warteten dann die Freunde aus Fère en Tardenois auf die Wertinger. Nach der Ankunft besuchten sie die Schlossruine von Fère und fuhren dann zum Kriegerdenkmal „Les Fantômes de P. Landowski“ aber leider viel diese Besichtigungen wegen des Regens buchstäblich ins Wasser. Zurück von der Sightseeing Tour, durften sie in einem Saal nahe der Kirche Mittagspicknick machen.

Vorher wurde die Kirche noch in einen Konzertsaal umgewandelt, Instrumente aufgebaut und Stühle platziert. Nach einem ausgiebigen Soundcheck begann um 15 Uhr das Konzert. Die jungen Wertinger Musiker wurden mit viel Beifall und Standing Ovations bedacht und durften erst nach drei Zugaben die Bühne verlassen. Viele der Konzertbesucher sind schon treue Fans des Vororchesters, das bereits zum vierten Mal in Fère en Tardenois konzertierte. Zum Schluss gab es Blumen für die Dirigentin und Geschenke für die Helfer vor Ort.

Anschließend war die Gruppe vom Partnerschaftskomitee zu einem Empfang im Rathaus mit Getränken und Süßigkeiten eingeladen. Bei dieser Gelegenheit erzählte Francoise LeGoc Interessantes über die Städtepartnerschaft und sie erinnerte auch an den kürzlich verstorbenen Lehrer Richard Forster.

Wieder in Reims zurück, begann der gemütliche Teil des Tages mit Abendessen und Kickerspielen oder einfach nur entspannen. Einige junge Damen begannen auch schon mit den Vorbereitungen für den großen Ausflug nach Paris am Montag. Dieser begann planmäßig um 8.15 Uhr mit der Abfahrt in Reims. Am Platz „Opera de Bastille“ stieg Reiseführerin Rene ein und zeigte die wichtigsten Gebäude und Plätze der Weltstadt. Nach einem Picknick am „Jardin de Luxembourg“ begann dann ein Bummel von Notre Dame bis zum Eiffelturm. Wichtig war jetzt zunächst noch einige Souvenirs, Taschen oder T-Shirts einzukaufen. Die Tour ging vorbei an der gläsernen Pyramide des Louvre, durch den „Jardin des Tuileries“ der zum berühmten Obelisken am Place de la Concorde führt und über die „Pont Alexandre III“ Richtung Avenue de Gustav Eiffel, wo sich unter dem Eiffelturm alle verabredet hatten. Für einen Aufstieg reichte leider die Zeit nicht mehr.

Am Dienstag ging es dann nach Epernay zur Champagnerkellerei Mercier. Im Foyer der Kellerei steht das berühmte Weinfass, dass der Firmengründer zur Weltausstellung 1889 mit zwölf Ochsengespannen und 18 Pferden nach Paris ziehen ließ. In einem Einführungsfilm erfuhren die jungen Zusamtaler einiges über die Entstehungsgeschichte des Hauses Mercier, welches im Jahre 1858 von Eugene Mercier gegründet wurde und bis heute in Privatbesitz ist.

Mit Spannung erwarteten die Besucher aus Wertingen die Zugfahrt durch das Kellergewölbe mit 47 Gängen und einer Gesamtlänge von 18 Kilometern in 30 Meter Tiefe. Die obligatorische Champagnerprobe für die Betreuer fand dann gleich anschließend statt. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung und wurde zum gemeinsamen Besuch in der Kathedrale von Reims genutzt oder ausgiebig zum Shoppen. Am Abend wurden dann bereits die Koffer gepackt und die Kinder durften noch ihre private Champagner-Probe erleben.

Den letzten Tag der Reise verbrachten die jungen Orchestermitglieder im Disneyland Paris. Als sich die Reisegruppe am Abend wieder traf, wussten die Jungs und Mädels gar nicht mehr, welche Attraktion die Beste war, denn es gab die Achterbahn „Indiana Jones“, „Big Thunder Mountain“, „Peter Pan’s Flight“ oder einen Flug durchs Weltall mit „Star Tours“ und vieles mehr. Die Eindrücke waren so vielfältig, dass auch beim Abendpicknick und im Bus noch lange darüber diskutiert wurde, bevor dann so allmählich Ruhe einkehrte und die meisten eingeschlafen waren.

Um 6 Uhr am Donnerstag landeten alle gesund und munter in Wertingen und freuten sich auf ihre Lieben, die sie abholten. „Es war eine tolle Fahrt mit super disziplinierten Kindern und einem harmonischen Betreuerteam“, resümiert Karolina Wörle als „Reiseleiterin“. (staka)

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