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Kirche

29.05.2013

Kaum noch Blumenkinder an Fronleichnam

Das katholische Fest wird mit Prozessionen in der Region gefeiert

Wertingen Für Eva Engelhart beginnt heute Abend wieder der stressige Teil des morgigen Fronleichnamsfestes. Gemeinsam mit anderen Helferinnen gestaltet Engelhart die Blumenteppiche für die Altäre.

„Heute Nachmittag werden die Blumen aus dem eigenen Garten oder von Wiesen gepflückt, am Abend dann die geschnittenen Blumen mit großem Aufwand auf die Platte gelegt“, erzählt Engelhart. Am besten dazu geeignet seien Margariten, Hortensien, Flieder, Weißdorn, Holder und verschiedene Gräser. „Dieses Jahr wird es jedoch schwierig, genug farbenfrohe Pflanzen zu finden, da Fronleichnam schon Ende Mai ist.“

Eva Engelhart und ihre Truppe gestalten den Blumenteppich für den Altar am Wertinger Marktplatz, einem von vier hergerichteten Altären der Stadt. Bei Regen allerdings findet die Prozession dann im kleinen Rahmen in der Kirche statt, wo zuvor auch der Gottesdienst abgehalten wird.

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Bedenklich findet Engelhart die mangelnde Begeisterung der Bürger für solche Feiertage: „Altertümliche Bräuche verschwinden zunehmend. Ich habe letztes Jahr an Fronleichnam kein einziges Blumenkind gesehen.“

Auch rote Tücher oder Birkenzweige in den Fenstern sehe man nur noch selten. „Aber Hauptsache wir feiern Halloween“, fügt die Wertingerin ironisch an.

Auch in Laugna ist man von der Witterung abhängig. „Nach der Messe in Laugna beginnt die Prozession durchs Dorf. Es werden zwei Altäre aufgebaut, dazu hält der Prozessionszug an einer Grotte und einer Kapelle“, schildert Kirchenpflegerin Irmgard Deil aus Laugna den Ablauf am Feiertag. „Falls es das Wetter nicht zulassen sollte, die Prozession im Freien stattfinden zu lassen, werden vier Altäre in der Kirche aufgebaut.“

In Unterthürheim war der Fronleichnamszug bereits am Sonntag geplant, fiel aufgrund des schlechten Wetters jedoch ins Wasser, erklärt der neue Unterthürheimer Kirchenpfleger, Johannes Mordstein: „Da Pater Thomas Schilling für drei Gemeindeteile zuständig ist, müssen wir bei solchen Terminen zeitlich etwas anders planen.“ Die Gefahr, dass der hohe organisatorische Aufwand letzten Endes umsonst erbracht wurde, sei natürlich immer da. (pab)

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