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18.04.2015

Keine Suite für Georg Winter

Georg Winter
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Georg Winter

Warum der Abgeordnete der CSU für drei Stunden im Luxushotel in Elmau war und sein Kollege Johann Häusler von den Freien Wählern nicht

Das Angebot, für lediglich 150 Euro in einer Suite des nagelneuen Elmau „Retreats“ zu übernachten, hat der CSU-Landtagsabgeordnete Georg Winter aus Höchstädt nicht genutzt. Dass der Politiker aus Höchstädt in dieser Woche dennoch in das Luxushotel in den oberbayerischen Alpen gefahren ist, wo im Juni beim G7-Gipfel unter anderem Kanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama beherbergt werden, hatte für ihn auch einen lokalen Aspekt.

In Blindheim verfällt seit Jahren das Bahnhofsgebäude der Deutschen Bahn. „Und bei Elmau haben die ganz schnell einen neuen Bahnhalt bekommen. Ich wollte mich darüber informieren, welche Zugeständnisse oder Ausnahmen es dafür gab, das sollte man einfach wissen, wenn man für die eigene Region mal etwas will.“

Einladungen wie nach Elmau bekommen Landtagsabgeordnete im Laufe eines Jahres haufenweise. Auch Winters Kollege Johann Häusler von den Freien Wählern. Nach Elmau wurde der 63-Jährige aus Biberbach aber explizit nicht eingeladen, wie er gestern auf Nachfrage gegenüber unserer Zeitung bestätigte. Dass mit Fraktionschef Hubert Aiwanger, seinem schwäbischen Kollegen Bernhard Pohl (Finanzexperte aus Kaufbeuren) sowie dem oberbayerischen Abgeordneten Florian Streibl andere Mitglieder der Freien Wähler aus dem Landtag im Luxushotel weilten, gefällt Häusler nicht: „Da hätte ich mir schon ein wenig mehr Fingerspitzengefühl gewünscht.“ Für Häusler ist es ohnehin wichtiger „an der „Basis zu arbeiten als den „Großen hinterher zu springen“. Zumal in diesem Fall die Gelder für Elmau, 130 Millionen Euro, schon beschlossen waren. 90 Millionen kommen aus der Kasse des Freistaates Bayern, 40 Millionen vom Bund. (her/corh) "Bayern

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