Newsticker

Mit Ausnahme der Kanaren: Auswärtiges Amt warnt vor Reisen nach Spanien
  1. Startseite
  2. Lokales (Wertingen)
  3. Landwirte helfen Bienen zu retten

Binswangen

17.02.2020

Landwirte helfen Bienen zu retten

Bienenfachwart Michael Winkler erhält von Erika Stempfle-Storr ein Dankeschön für seinen Vortrag beim Bienenstammtisch in Binswangen.
Bild: Wülfing

In Binswangen arbeiten Imker und Landwirte zusammen.

Ein Treffpunkt für Landwirte, Imker, Gartenbesitzer und politisch Interessierte ist der Bienenstammtisch in Binswangen nun schon im fünften Jahr. In diesem Jahr mit einer neuen Anregung für den Artenschutz – den sogenannten Lerchenfenstern. Erika Stempfle-Storr, Sprecherin des Ortsverbands und Mitorganisatorin stellte dieses Projekt vor, das in England erste Erfolge zeigt und bittet um Unterstützung für die bedrohte Vogelart, die auf unseren Feldern wegen fehlender Brutplätze immer seltener wird.

Stempfle-Storr erläutert, dass hierzu bei der Bewirtschaftung von Feldern „Fenster“ frei gelassen werden, in denen kein Saatgut ausgebracht wird. Der Binswanger Landwirt Rainer Häusler berichtet, dass er dies bereits zwei Jahre lang in ausgewählten Feldern angewandt hat, andere Landwirte zeigen sich hierfür offen. „Nach meiner Erfahrung eignen sich Hangflächen hierfür noch besser als ebene Flächen“, merkt Häusler an.

Blühstreifen für die Insekten

Blühstreifen entlang der Felder haben in den vergangenen Jahren bereits einige Landwirte in Binswangen für die Insekten zur Verfügung gestellt, und auch der Imker Michael Winkler berichtet, dass er seinen Honigbienen in der Region Holzheim einen Blühstreifen neben den Feldern einrichtet. Winkler ist Bienenfachwart des Landkreises Dillingen und auf Einladung des Binswanger Ortsvereins von Bündnis 90/Die Grünen, erzählt er von der Aufzucht der Honigbienen, dem Leben im Stock und besonderen Herausforderungen im Leben eines Imkers.

Landwirte helfen Bienen zu retten

In der anschließenden Diskussion ist das neue Artenschutzgesetz ein Thema, das nach dem Volksbegehren der Bienenrettung auch die anwesenden Landwirte berührt. Einigkeit herrscht darüber, dass manche Vorschriften noch nicht ausgereift und unklar formuliert sind, beispielsweise im Gewässerschutz. Dass viele Bürger zum Artenschutz beitragen können, wird wiederholt angemerkt: „Warum macht denn keiner was gegen die Quadfahrer und die Reiter, die im Frühjahr durch die Wiesen brettern, ohne Rücksicht auf die brütenden Vögel?“, bemängelt einer.

Bei den Gesprächen herrscht Einigkeit darüber, dass alle zusammenwirken müssen, um die Artenvielfalt zu schützen. Binswangen scheint an diesem Abend auf einem guten Weg. (pm)

Lesen Sie außerdem:

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren