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Schlussfeier

24.03.2015

Landwirtschaft mit Verantwortung

Die besten Absolventen des dritten Semesters der Landwirtschaftsschule Wertingen, Abteilung Landwirtschaft mit zwei ihrer Lehrer: (von links) Ottmar Hurler mit Josef Leichtle (Ellgau), Eva-Maria Hopfenzitz (Nittingen), Sebastian Hubel (Alerheim) mit Semesterleiterin Petra Melchior.
Bild: Brigitte Bunk

Dillinger BBV-Kreisobmann ermahnt junge Absolventen der Landwirtschaftsschule. Gleich dreimal die Bestnote 1,5

Gleich drei Schüler schlossen die Ausbildung zum staatlich geprüften Wirtschafter für Landbau an der Wertinger Landwirtschaftsschule mit der Bestnote 1,5 ab: Eva-Maria Hopfenzitz aus dem Oettinger Ortsteil Nittingen, Sebastian Hubel aus Alerheim und Josef Leichtle aus Ellgau. Zum Zeugnis, der Urkunde und dem Landwirtschaftsbrief erhielten sie ein Stipendium des Bayerischen Staatsministeriums.

Über ein Stipendium des Bayerischen Bauernverbands (BBV) dürfen sich Andreas Steinhöfer aus Ehingen am Ries und Christoph Wetzstein aus Bissingen freuen, beide haben mit 1,64 abgeschlossen. Die Schulschlussfeier, die vom Saxofonquartett der Musikschule Wertingen begleitet wurde, fand am Freitag im Festsaal des Wertinger Schlosses statt. 18 Absolventen aus den Landkreisen Dillingen, Donau-Ries, Augsburg und Günzburg wurden verabschiedet. Sie nahmen zahlreiche Gratulationen entgegen, von ihren Lehrern, den Vertretern der Politik und des Bayerischen Bauernverbands, welche von Schulsprecherin Monja Dreger von der Egermühle (Großsorheim) begrüßt wurden. Genesungswünsche gingen an Schulleiter Magnus Mayer, der aufgrund eines Unfalls nicht teilnehmen konnte, wie Ottmar Hurler berichtete.

Der stellvertretende Dillinger Landrat Alfred Schneid verwies darauf, dass sich die Landwirte auf besondere Herausforderungen einstellen müssten. Wie die Familie Wetzstein im Bissinger Ortsteil Stillnau das umsetzt, zeigte Christoph Wetzstein. Den neu gebauten Mastschweinestall Pig-Port 3, ohne Zwangslüftung und Heizung, jedoch mit Auslaufbereich für die 650 Schweine, erklärte er den interessierten Gästen.

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Eva-Maria Hopfenzitz und Sebastian Hubel berichteten von der Abschlussfahrt, welche, wie Lehrer Robert Knöferl vorab schon schmunzelnd verkündete, diesmal nach Mallorca führte. Hier besuchten die Studierenden unter anderem den Bauernmarkt in Sineu, eine Finca mit Obst, Gemüse und Weinanbau und eine Zitrusfinca.

Albert Sporer, der Dillinger Kreisobmann des BBV stellte heraus, wie wichtig es sei, dass sich die Landwirtschaft gegenüber der Gesellschaft öffnet. „Es macht keinen Spaß, immer an den Pranger gestellt zu werden“ betonte er. Er verwies auch auf die Verantwortung gegenüber sich selbst. „Übernehmt euch nicht.“ Wichtig sei, dass der Landwirt noch Mensch ist, seinen Beruf gerne macht, zufrieden ist und ein ausreichendes Einkommen hat, ohne sich der Hetze des Größer, Schneller und Mehr zu unterwerfen. Den Betrieb zusammen mit den Eltern so zu führen, dass es Spaß macht, sei das Ziel, damit auch die eigenen Kinder sagen, Vater und Mutter haben es ordentlich gemacht, und den Betrieb weiterführen möchten.

Nachdem die Schüler des ersten Semesters von Sabine Klostermeir ihre Zwischenzeugnisse erhalten hatten, blickte Semestersprecher Joachim Riehr auf die gemeinsame Zeit zurück. Erst dann erfuhren die Absolventen, wie sie abgeschnitten hatten: Semesterleiterin Petra Melchior übergab ihnen die Zeugnisse und die Ehrengästen überreichten die jeweiligen Stipendien und Buchpreise.

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