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Wertingen

16.01.2021

Landwirtschaftsamt bekommt einen neuen Chef

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Wertingen wird mit Nördlingen fusionieren.
Foto: Elli Höchstätter

Plus Durch die Neustrukturierung wird aus den Einzelstandorten das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Nördlingen-Wertingen. Die Zusamstadt stellt nicht die Behördenspitze, kommt aber sonst gut weg

Die Belange des Wertinger Landwirtschaftsamtes werden künftig von Nördlingen aus gesteuert. Die beiden Ämter werden zum neuen Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten (AELF) Nördlingen-Wertingen zusammengeführt. Und dessen Leiter wird der 64 jährige Manfred Faber, der bisher das Nördlinger Amt geleitet hat. Magnus Mayer, bisher Leiter des Wertinger Amtes, wird sein Stellvertreter.

Manfred Faber

Die Neuausrichtung und Modernisierung der Landwirtschaftsverwaltung in Bayern ist laut Agrarministerin Michaela Kaniber einen großen Schritt vorangekommen. Statt der derzeit 47 Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten wird es ab 1. Juli bayernweit nur noch 32 Ämter geben. Wie die Ministerin in München mitteilte, stehen nun die Führungskräfte der künftigen Ämter fest. „Wir brauchen mehr Dialog und Austausch zwischen Land- und Forstwirten, Verbrauchern, Handel, Anwohnern, Schulen oder Kommunen, um nur einige Beteiligte zu nennen.“ Eine straffere Verwaltung und gestärkte Ämter bedeute weniger Leitungspositionen und mehr Personal für „Kerndienstleistungen“ vor Ort, so die Ministerin in München.

Wertingen bleibe bei der Nutztierhaltung ein zentraler Anlaufpunkt

Zur Neustrukturierung sagt Noch-Behördenleiter Magnus Mayer gegenüber unserer Zeitung: „Das ist in Ordnung so.“ Wertingen bleibe bei der Nutztierhaltung ein zentraler Anlaufpunkt. Ebenso wurde Wertingen als zukünftiger Schulstandort für die Landwirtschaftsschule, Abteilung Landwirtschaft ausgewählt. Auch die Hauswirtschaftsschule bleibt bestehen. Nicht selbstverständlich – in der Umstrukturierung fielen mehrere andere Schulstandorte weg, etwa in Mindelheim und Stadtbergen. Mayer geht davon aus, dass deshalb ein nennenswerter Teil der Schüler aus dem Raum Augsburg künftig in Wertingen die Landwirtschaftsschule besuchen werden. „Wir sind künftig der zentrale Schulstandort für Nordschwaben“, so schätzt es Mayer ein. Jahrgänge mit geringer Schülerzahl wird es nach der Umstrukturierung vermutlich nicht mehr geben. Mayer rechnet künftig mit über 20 Schülern pro Semester, wie er uns schon in einem Gespräch im vergangenen Sommer sagte.

Magnus Mayer

Im Zuge der Neuausrichtung werden einige Sachbereiche, wie beispielsweise Forsten, Flächenförderung oder Bildung und Beratung, zusammengelegt. Die Ansprechpartner bleiben aber vor Ort in Wertingen oder Nördlingen. Die Details werden derzeit noch ausgearbeitet, so Mayer. Laut Landwirtschaftsministerium wird die Beratung in der Zusamstadt sogar ausgebaut. Das Fachzentrum für Rinderzucht sowie Schweinezucht und -haltung bekommt Zuwachs. Dort werden künftig auch Experten sitzen, die Auskünfte zur Bullenmast, Mutterkuhhaltung und Kleintierhaltung geben.

Namensgebung: Nördlingen kommt im Alphabet vor Wertingen

Magnus Mayer glaubt nicht, dass es bei der Neuausrichtung der Strukturen unter einer künftigen Leitung aus Nördlingen zu Problemen kommen wird. „Wir haben schon seit Langem oft mit den Kollegen aus Nördlingen zusammengearbeitet“, sagt Mayer. Ein Beispiel sei die Ausrichtung des gemeinsamen Milchviehtages. „Man kennt sich ganz gut.“

Der Grund, warum der Verbund der Behörden künftig Nördlingen-Wertingen und nicht „Wertingen-Nördlingen“ heißen wird, habe nichts mit einer Gewichtung oder der Leitung zu tun. Sondern schlicht damit, dass Nördlingen im Alphabet vor Wertingen komme. (br, elhö)

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