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Gemeinderat

10.10.2019

Langsamer fahren im Lindenbühl

Die Querungshilfe am Ortseingang reicht nicht, um die Fahrzeuge abzubremsen. Wieder einmal überlegten die Räte in Binswangen, wie die Sicherheit der Kinder auf dem Weg von und zur Schule verbessert werden könnte.
Bild: Brigitte Bunk

Eine weitere 30er-Zone soll in Binswangen eingerichtet werden. Über das Thema gab es Diskussionen

Im Binswanger Baugebiet Lindenbühl, im Brunnenweg, am Kirchle und in der Friedhofstraße soll eine Tempo-30-Zone eingerichtet werden. Das beschloss der Gemeinderat in der Sitzung am Dienstag einstimmig.

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Damit war zwar schnell die Lösung gefunden, wie die Autos im Lindenbühl dazu gebracht werden, langsamer zu fahren. Denn, erklärte Bürgermeister Anton Winkler: „In dieser Zone gilt automatisch rechts vor links.“ Aber die schon so oft geführte Diskussion über die Sicherheit der Kinder beim Überqueren der Römerstraße dauerte umso länger. Dreimal schon habe die Gemeinde beim Straßenbauamt nachgefragt, welche Maßnahmen getroffen werden könnten, meinte Bürgermeister Winkler auf die Anregung von Ratsmitglied Helmut Reißler, der sich einen zusätzlichen Zebrastreifen an der Querungshilfe nahe der Ortseinfahrt vorstellen könnte. Das wiederum hält der Bürgermeister für unnötig, weil die Querungshilfe durchaus als Signal zum Langsamfahren wahrgenommen werde. Einig sind sich die Räte, dass hier eh nur die Kinder aus dem Lindenbühl queren, denn diejenigen, die vom Brunnenweg herkommen, gehen nicht zurück, um die Straße zu überqueren. Beim Friedhof gehen sie über die Straße, um durchs Gäßle Richtung Schule zu kommen. Diejenigen, die von der Friedhofstraße her kommen, queren an der Kreuzung, wo die Dillinger- und die Bauernstraße einmünden.

Michael Wagner sieht sie dort immer wieder stehen und damit ein weiteres Problem: „Sie stehen vor der Kuppe und sehen nicht drüber, da wären Schulweghelfer sinnvoll.“ Hierzu meint Roland Karl: „Es ist mir ein Rätsel, warum das in Binswangen nicht funktioniert.“ Nur kurze Zeit während der Umleitung sei ein solcher Dienst eingerichtet worden, meinte der Bürgermeister. Mehrere Fußgängerampeln wären nötig, überlegt Alexander Gumpp, doch solange kein Unfall passiere, würde nicht gehandelt, befürchten die Räte. Zebrastreifen würden falsche Sicherheitssignale an die Kinder senden, die erfahrungsgemäß ohne weiter zu schauen drüber laufen, weil sie meinen, die Autos müssten halten. Allerdings würde dies eine noch stärkere Lärmbelästigung für die Anwohner bringen, genauso wie Ampeln beim Anhalten und wieder Anfahren. Lärm verursachten auch Bodenwellen an der Ortseinfahrt, die Erika Heindel sich vorstellen könnte, um die Geschwindigkeit zu reduzieren. Ob das das Straßenbauamt auf einer Staatsstraße zulassen würde, stünde auf einem anderen Blatt. Johannes Rigel schlug vor, das Geschwindigkeitsmessgerät dauerhaft aufzustellen. Reiner Bühler stimmte zu, er reagiere durchaus darauf und bemerke das auch bei anderen. Da sich Binswangen das Gerät mit Laugna teilt, wird der Bürgermeister über die Anschaffung eines weiteren Gerätes, das dann der jeweiligen Gemeinde gehöre, mit seinem Laugnaer Kollegen sprechen.

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Drei Bäume am Dorfplatz standen im Mittelpunkt eines Antrags, der schnell abgehandelt war. Während sich der Bürgermeister im Vorfeld bei einer Ortsbesichtigung mit dem Landratsamt und den Anwohnern einigte, dass die drei Bäume großzügig zugeschnitten werden, schlug Johannes Rigel vor, nur den mittleren Baum stehen zu lassen. Dem stimmten Hilde Kapfer und Helmut Reißler zu, weil die zugeschnittenen Bäume schnell wieder wild treiben würden, und die Vertreterin der Grünen, Erika Heindel, meinte: „In diesem Fall wäre sogar ich dafür, den ersten und dritten wegzumachen, damit der mittlere schöner kommt.“ Mit 10:2 Stimmen wurde auch so entschieden.

Der Spielplatz an der Gartenstraße kann noch nicht eröffnet werden, weil nach Aussage von Bürgermeister Winkler einige Geräte falsch aufgebaut wurden. Bei der Abnahme sei das festgestellt worden. Das müsse erst geändert werden.

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