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Laugna

05.12.2019

Laugna investiert 3,2 Millionen

In der Gartenstraße in Laugna wurde am Dienstag mit dem Asphaltieren begonnen, danach ist das Baugebiet „Am Wiesenfeld“ dran.
Bild: Brigitte Bunk

In der Gemeinde läuft es gut – es wird beispielsweise erfolgreich Schnaps gebrannt. Ärger gibt es wegen illegaler Müllentsorgung.

Anscheinend sind die Laugnaer zufrieden. Denn keine einzige Wortmeldung kam bei der Bürgerversammlung, nachdem Bürgermeister Johann Gebele am Montagabend im Bürgerhaus eine gute Stunde lang über die Vorhaben und abgearbeitete Projekte in Laugna und den Ortsteilen berichtet hatte.

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Viel Geld wurde investiert in den Jahren seit Gebeles Amtsantritt. Beispielsweise in den Straßen- und Kanalbau und die Erschließung von Baugebieten. „3,2 Millionen Euro haben wir verbaut von 2014 bis heute“, sagte der Bürgermeister. 2,6 Millionen Euro in Form von Zuschüssen und Beiträgen halfen, überhaupt die Investitionen stemmen zu können. Gebele erläuterte, dass die Schuldenhöhe 2014, mitsamt dem nicht im Haushalt berücksichtigten Darlehen bei „BayernGrund“, in etwa gleich hoch war wie heute – trotz der Investitionen. Bei 2,49 Millionen Euro Schulden lag Laugna Ende 2018, die sind im laufenden Jahr auf 2,31 Millionen Euro zurückgegangen.

Schulden in Laugna sollen weiter zurückgehen

Um sie weiter abzubauen gehöre, die erschlossenen Bauplätze zügig zu verkaufen. Die in jüngster Zeit erschlossenen Grundstücke sind alle vergeben. Die Vergabe erfolgte wie vorgeschrieben nach sozialen Vorgaben. Dabei hätten alle Einheimische, die einen Bauplatz wollten, diesen bekommen. Zum Beispiel in der Gartenstraße, wo am Dienstag die Straßen asphaltiert wurden und anschließend in dem Baugebiet Am Wiesenfeld. Er erklärte, dass die Erschließung der vier Bauplätze am Ulrichsfeld in Bocksberg erst im Januar beginne, ab Mai können die Plätze angefahren werden. Wären die drei Baugebiete gleichzeitig erschlossen worden, wäre keines noch dieses Jahr fertig geworden.

Laugna investiert 3,2 Millionen

Gebele stellte heraus, dass insgesamt 48 Gewerbe in der Gemeinde die Gewerbesteuer bezahlen. Der Ansatz lag 2019 bei 560000 Euro, momentan liegen die Einnahmen nach Gebeles Ausführungen bei 700000 Euro. „Hut ab!“, meinte er anerkennend.

Das "Laugnawasser" ist ein voller Erfolg

Positiv läuft auch die Schnapsbrennerei, die trotz Investitionen 1275 Euro Gewinn gemacht hat dieses Jahr. Das Laugnawasser ist Teil des Landkreiskorbs, einem Geschenkkorb mit Waren von Direktvermarktern aus dem Landkreis Dillingen. Auch der Verkaufsstand beim Bauernmarkt am Nordfelderhof kam gut an.

Der Kindergarten ist mit 43 von 45 Plätzen fast voll. Jedes Kind aus der Gemeinde konnte aufgenommen werden, freute sich Gebele. Somit ist das Defizit kleiner geworden, es liegt bei 160000 Euro, im Jahr zuvor waren es noch knapp 200000 Euro. Die Tage der offenen Tür, wo sich der Kindergarten präsentierte, und die Einrichtung des Waldkindergartens haben mehr Kinder in den Kindergarten gebracht.

Durch Zuschüsse und Spenden, welche die Feuerwehr Laugna besteuern konnte, war der Kauf eines neuen Transportwagens möglich. Die Beschaffung war laut Gebele nötig, weil sonst der erhaltene Zuschuss für den Stellplatz beim Bau des Bürgerhauses hätte zurückbezahlt werden müssen. Gebele betonte: „Wir haben vier Feuerwehren in der Gemeinde, da können wir keine Sonderaktionen fördern.“ Der alte Teil des Laugnaer Friedhofs ist nun saniert und barrierefrei. Ebenso bewährt habe sich die Anlage der Urnengräber, die immer wieder nachgefragt werden.

Negativ ist, dass die Hackhaufen, in denen Holz abgeladen werden dürfe, von einigen als Abfallabladestelle genutzt werde. „Im Hackmaterial sind viele Fremdstoffe, das müssen wir entsorgen, was ein Riesenaufwand ist und kostenintensiv.“ Wenn das weiter missbraucht werde, könnte diese Möglichkeit der Holzverwertung nicht mehr angeboten werden.

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