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Theater aus dem Koffer

09.10.2017

Licht und Schatten

Barbara Mahler und ihr facettenreiches Schattentheater.
Bild: Bärbel Schoen

Barbara Mahler als Improvisationskünstlerin

Barbara Mahler, eine der drei Gründerinnen der Kunstschule KuK, brachte zum Auftakt ein Schattentheater in der Größe eines Koffers auf die Bühne. Doch statt „Orpheus sucht...“ stand ein Stück auf dem Programm, das Mahler erst wenige Tage zuvor geschrieben, die Figuren geschnitten und die Inszenierung einstudiert hat.

Grund war die krankheitsbedingte Absage ihres Theaterkollegen. Als Grundlage für das neue Stück bediente sich die Improvisationskünstlerin aus der irischen Mythologie. Der Hauptfigur, „Fingerhütchen“, verpasste sie den Namen „Orph“, um einen Anknüpfungspunkt zum angekündigten Stück zu finden. Und auch inhaltlich hielt sich Mahler an den Stoff von Orpheus. Die von Kobolden und Elfen entführte Ehefrau führt den buckligen Schäfer Orph in die Unterwelt der Feen. Durch seinen schönen Gesang gewinnt er seine Geliebte wieder zurück, gleichzeitig wird er seinen „schlimmen“ Buckel los. Barbara Mahler setzte nicht nur auf das geheimnisvolle Spiel mit Licht und Schatten, sondern versuchte, mit Instrumenten (Trommel, Klangschale), mit archaischen Gesängen und Geräuschen Spannung zu erzeugen. Sie trat mit dieser Theaterform in Tradition der Schattenspieler, die hinter der Bühne alles alleine bewerkstelligen, während sie die filigranen Scherenschnittfiguren bewegen. Im Dunkeln sitzend, waren jegliche Reize und Ablenkungen ausgeschaltet.

Die Reaktion des Publikums auf das eineinhalbstündige Theaterstück war geteilt: Während manche von purer Entspannung schwärmten, war die Handlung des Minimaltheaters für andere zu lang.

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