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Wertingen

17.06.2020

Malwettbewerb: Junge Wertinger malen Bilder der Hoffnung

Auch die drei- bis sechsjährigen Kinder lieferten tolle Bilder ab.

Plus Da der Tanz in den Mai heuer ausgefallen ist, rief die Stadt Wertingen einen Malwettbewerb für Kinder ins Leben. Warum diese Idee ein Erfolg war und was die Jury begeisterte

Für viele Wertinger, jung wie alt, war es ein herber Schlag, als das Landratsamt den traditionellen Tanz in den Mai untersagte. Zwar gab es Verständnis für die Maßnahme, doch das Fehlen des Maibaums und der dazugehörigen Festivitäten schmerzte die Zusamtaler.

Deshalb kam Verena Beese von der Stadtverwaltung die Idee, dass der Maibaum als Symbol der Hoffnung heuer auf eine andere Art im Stadtleben vorkommen könnte. Und so rief die Stadt einen Malwettbewerb für Kinder aus, in dem das Thema „Symbole der Hoffnung“ aufgegriffen und von den Kindern umgesetzt werden sollte.

51 Bilder kamen bei dem Malwettbewerb in Wertingen zusammen

Die Resonanz war groß: 51 Bilder erreichten die Stadt, die allesamt auf der Homepage unter www.wertingen.de unter dem Reiter „Rathaus und Verwaltung/Aktuelles“ einsehbar sind. Am Dienstag fand im Rathaus die Preisverleihung statt, bei der die jeweils sechs besten Werke aus drei Altersgruppen der Kinder prämiert wurden. Für Christiane Grandé war es der erste öffentliche Auftritt als Zweite Bürgermeisterin und als Vertretung von Willy Lehmeier. Im Festsaal des Schlosses durften die 18 Gewinner ihre Preise entgegennehmen und etwas über ihre Werke berichten. Die Preise wurden von lokalen Geschäften bereitgestellt.

Die Wertinger Künstlerin Ursula Geggerle-Lingg und die Kunsthistorikerin Dr. Flora Nieß bewerteten die Bilder

Das Thema des Malwettbewerbs wurde von den Kindern auf ganz unterschiedliche Weise angegangen. Manche der Werke zeigen eine Interpretation des Maibaums. Mal mit tanzenden Menschen, mal vor der Wertinger Stadtkulisse. Viele der Bilder kommen aber auch ganz ohne den Maibaum aus. Der fünfjährige Johannes Betz etwa malte einen großen Regenbogen und reicherte sein Bild mit echten aufgeklebten Blumen an. Der achtjährige Philipp Egger malte ein „echtes Gute-Laune-Bild“, das Verena Beese besonders gut gefiel. Es zeigt ein Schweinchen, das ein vierblättriges Kleeblatt im Maul hat. Andere Bilder zeigten auch Superhelden oder einen großen Käfer. Die Werke wurden von der Wertinger Künstlerin Ursula Geggerle-Lingg und der Kunsthistorikerin Dr. Flora Nieß bewertet. Diese hätten dabei nicht so sehr auf penible Ausführung als vielmehr auf die Kreativität und Technik der Kinder geachtet sowie auf den Ideenreichtum bei der Umsetzung, wie Grandé den Kindern erklärte. Die positive Resonanz freute die Veranstalter. Nicht auszuschließen sei, dass ein solcher Wettbewerb im kommenden Jahr wiederholt werde – dann aber hoffentlich unter angenehmeren Begleitumständen als der Corona-Krise.


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